Foto-Galerie

Die spannendsten Bilder von der CeBIT 2014

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die CeBIT ist in diesem Jahr nicht mehr so laut, bunt und schrill wie noch vor einigen Jahren. Doch spannende Foto-Motive fanden wir trotzdem genügend.
Messe-Babes sind auf der CeBIT eine vom Aussterben bedrohte Spezies.
Messe-Babes sind auf der CeBIT eine vom Aussterben bedrohte Spezies.

Die diesjährige CeBIT ist eine Premiere: Erstmals darf nur Fach-Publikum auf die Messe. Endanwender beziehungsweise Privatkunden bleiben also außen vor. Das spürt man in den Hallen und im Freigelände: Es ist überall sehr ruhig, kein Gedränge, keine Menschenmassen, kaum Lärm.

Messe-Babes werden zur Rarität

Trotzdem sind ab und zu noch Jugendliche und Kids zu sehen (die um das Jahr 2000 das Erscheinungsbild der Messe noch dominierten). Die bekannten Messe-Babes gibt es dagegen nur noch im Resellerbereich in der Halle 15. Um dort hinein zu gelangen, benötigt man eine spezielle Berechtigung, das normale CeBIT-Ticket reicht dafür nicht aus. Übrigens: Anders als im Vorjahr hat Pearl dieses Jahr keine Miss Deutschland an seinem Stand.

Das Wetter war am ersten Messetag, dem Montag, einfach nur herrlich. Die Besucher zog es ins Freie, zum Chillen und Sonnenbaden. Die Aussteller zeigten sich darüber nicht sonderlich erfreut. Am zweiten Tage war es dann kühler, nicht mehr so sonnig. Und die Menschen blieben eher an den Ständen ...

Strahlender Sonnenschein und leere Straßen - die Messe am Montag
Strahlender Sonnenschein und leere Straßen - die Messe am Montag

Bei der Anfahrt gibt es zudem kaum Staus, der Verkehr fließ völlig entspannt. Die Hannoveraner Polizei hat aber trotzdem auch in diesem Jahr wieder spezielle Absperrungen und Routenführungen morgens hin zur CeBIT und abends von ihr weg eingeleitet. Die Hannoveraner Taxi-Fahrer spotten über diese mittlerweile unnötigen Absperrmaßnahmen und bezeichnen sie als "Nostalgie-Sperrung" - in Erinnerung an die Zeiten, als der Verkehr rund um die CeBIT wegen der Menschenmassen zusammenbrach.

Die Umwandlung der CeBIT von einer schrillen und lauten Riesen-IT-Messe hin zu einer Business-Messe ist also zumindest äußerlich vollzogen. Ob die Messe damit auf der Dauer erfolgreich und populär bleibt, muss sich noch zeigen. Jedenfalls war der Satz "Wie finden Sie dieses Jahr die CeBIT?" eine der meistgestellten Fragen, die wir zu hören bekamen.

VW und Audi

Volkswagen (Hannover ist ja VW-Stadt, weil dort unter anderem der T5, der VW Bus, in den Versionen Multivan und Caravelle gebaut wird) und Audi sind ebenfalls mit von der Partie: Einmal mit einem Stand in Halle 2 und einmal vor der Vodafone-Halle auf dem Freigelände. Vodafone demonstriert dort, wie es ab 2015 für die Vernetzung von VW- und Audi-Fahrzeugen sorgen wird.

Zwischen den Messe-Hallen pendeln wie gehabt VW-Busse als Presse-Taxis für "fußkranke" Journalisten. Doch die Kleinbusse haben dieses Jahr ökologisch korrekte Konkurrenz - durch eine Flotte von VW e-ups, also strombetriebene Kleinstwagen von VW. Die kleinen Öko-Flitzer laden Messe-Besucher zum Mitfahren ein. Am VW-Stand in Halle 2 steht zudem der Prototyp eines Kleintransporters für Postzusteller: Der eT. Er soll seinem Fahrer selbstständig folgen, wenn dieser aussteigt und die Pakete zustellt.

Politiker auf der CeBIT

Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister David Cameron (Großbritannien war diesmal Partnerland der CeBIT) tummelte sich auch Sigmar Gabriel auf der CeBIT. Im Code_n-Area neben der Halle neben der Halle 16 begutachtete er einige Neuheiten. Um ihn herum ein kleiner Journalisten-Pulk, bewaffnet mit Kameras. Mittendrin einige Personenschützer, die die riesigen Spiegelreflexkameras misstrauisch beäugten, weil diese Gabriel doch recht nahe kamen.

Der alte AVM-Stand hat ausgedient. Von nun an bleibt AVM auf dem Boden.
Der alte AVM-Stand hat ausgedient. Von nun an bleibt AVM auf dem Boden.

AVM bleibt auf dem Boden

Eine echte Premiere gibt es beim Berliner Kommunikationsspezialisten AVM. Damit meinen wir nicht die neuen Gigabit-Geräte, sondern den Messestand. Denn weit über ein Jahrzehnt hat AVM immer den gleichen zweistöckigen Stand aufgebaut: Unten stellten die Berliner ihre Produkte aus, oben führten verschiedene Mitarbeiter von AVM Gespräche mit Journalisten, Kooperationspartnern und Business-Kunden. Damit ist ab dieser CeBIT Schluss: Die Messebesucher können sich im vorderen Bereich des Standes informieren, dahinter gibt es einen abgetrennten Bereich für Fachbesucher. Der alte Stand war einfach in die Jahre gekommen und musste ausgemustert werden.

Hotelpreise bleiben unverändert hoch

Auf die Hotelpreise hat das nachlassende Interesse an der CeBIT übrigens keine Auswirkungen. Ab dem ersten Messetag ziehen die Preise deutlich an. So bezahlten wir für die Nacht von Sonntag auf Montag nur knapp 61 Euro, für die Nacht von Montag auf Dienstag (Montag war der erste Messetag) berechnete uns das gleiche Hotel dagegen 228,90 Euro.

Bundeswehr zeigt Spähpanzer

Wie auf jeder CeBIT präsentierten sich auch verschiedene öffentliche Einrichtungen auf der CeBIT. Darunter wie jedes Jahr auch die Bundeswehr, die unter anderem einen Spähpanzer vom Typ Fennek ausstellt. Für Freunde der landwirtschaftlichen Arbeit gibt es zudem riesige Mähdrescher zu bestaunen, wie mit dem Internet verbunden sind. (PC-Welt)