Strategien


Firmen-Richtlinien erstellen

Die Spielregeln für Facebook & Co.

19. Mai 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Internet-Anbieter 1&1 hat Social Media Guidelines für seine Mitarbeiter eingeführt und ein Team dafür gebildet. Denn wenn Mitarbeiter schlecht über ihr Unternehmen sprechen, schadet das dem Image.

Wenn Angestellte beim Telekommunikationsanbieter 1&1 Fragen zum Thema Social MediaSocial Media haben, wenden Sie sich an Andreas Maurer. Zu ihm kommen beispielsweise solche Anfragen: "Ein Mitarbeiter hatte in seinen privaten Twitter-Account ein 1&1-Logo eingebaut und wollte wissen, ob er das darf", erzählt der Leiter des Social-Media-Teams bei 1&1. Alles zu Social Media auf CIO.de

Andreas Maurer leitet bei 1&1 das Social Media Team.
Andreas Maurer leitet bei 1&1 das Social Media Team.

Immer mehr Menschen nutzen Web 2.0-Angebote. Dass da auch mal der Arbeitgeber thematisiert wird, versteht sich von selbst. "Viele unserer Leute twittern heute schon oder posten in Blogs", sagt Social-Media-Profi Maurer von 1&1. Damit das funktioniere, brauche man Regeln. Die würden Grenzen aufzeigen, den Mitarbeitern aber auch Sicherheit geben.

Bei 1&1 hat man Social Media Richtlinien verfasst und an die Mitarbeiter kommuniziert. Seit Mitte April sind sie auch öffentlich im Netz einsehbar. Die Guidelines enthalten Punkte wie keine Firmengeheimnisse nach außen kommunizieren, ehrlich sein, keine Mitbewerber diskreditieren und über Antworten nachdenken. Viele Firmen entscheiden sich dafür, Ihren Mitarbeiter Spielregeln für FacebookFacebook, TwitterTwitter und Co. an die Hand zu geben. Zu den prominenten Beispielen zählen Intel, IBM und Kodak. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Zahlreiche Mitarbeiter wollen im Web 2.0 kommunizieren und bekommen von den Chefs das dafür nötige Vertrauen. 64 Prozent der Manager in Deutschland trauen ihren Mitarbeitern einen verantwortungsvollen Umgang mit Internet und Web 2.0 zu, ergab eine Studie des Sicherheitssoftware-Anbieters Clearswift. Darüber hinaus glauben 67 Prozent sogar daran, dass die Nutzung von Web 2.0 und sozialen Netzwerken die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter erhöht.