Bewerbersünden

Die Top 10 Fehler beim Jobwechsel

16. April 2015
Ein Jobwechsel bietet viele neue Chancen: eine verantwortungsvollere Aufgabe, mehr Gestaltungsspielraum für eigene Ideen, ein höheres Einkommen. Diese Optionen sind für Bewerber oft so verlockend, dass sie ein Jobangebot annehmen, ohne sich im Vorfeld ausreichend Gedanken dazu gemacht zu haben, ob diese Offerte auch die richtige für sie ist.

Ein Wegweiser durch den Bewerbungsdschungel ist daher wichtig und hilfreich, um sich bei seiner Entscheidung auch sicher zu sein. Wir haben die zehn häufigsten Bewerbersünden für Sie zusammengefasst:

Man sollte sich genau überlegen, ob und wann man seinen Job wechselt.
Man sollte sich genau überlegen, ob und wann man seinen Job wechselt.
Foto: lichtmeister, Fotolia.com

1. "Ich habe mich vom höheren Gehalt verleiten lassen!"

Viele Kandidaten wechseln unbedacht den Arbeitgeber. Häufig werden nicht die Arbeitsinhalte, die einem Wechselmotiv den Sinn geben sollten, in den Vordergrund gestellt, sondern monetäre Anreize als Grundlage für den Wechsel gewählt. Ein Trugschluss, der oft bestraft wird, denn Ziele können unrealistisch sein und was ist, wenn der nächste Personalberater anruft? Die Spirale nach "mehr Geld" ist endlich. Denn spätestens nach dem zweiten finanziell motivierten Wechsel wird dem einstellenden Personaler klar, wen er da vor sich sitzen hat.

2. "Ich habe nicht auf mein Bauchgefühl gehört!"

Schon im Vorstellungsgespräch kann das Gefühl aufkommen, dass man irgendwie nicht zusammenpasst. Ein komische Bauchgefühl kann der potenzielle Vorgesetzte, die neuen Kollegen oder auch Mitarbeiter hinterlassen. Dem sollte man im Zweifelsfall folgen.

3. "Ich habe die Belange meiner Familie außer Acht gelassen!"

Schon während die Bewerbungsrunden laufen, sollte man die gesamte Familie einbeziehen. Nach dem Antritt einer neuen beruflichen Herausforderung, ist es häufig zu spät für Korrekturen. Es kann ein Umzug erforderlich sein oder man entscheidet sich für eine Wochenendbeziehung und nimmt eine Wohnung am Dienstsitz. Mögliche Schulwechsel der Kinder sind oft nicht berücksichtigt worden. Ergebnis: Der neue Arbeitsplatz wird aufgegeben und der Lebenslauf ist für das Erste "versaut".

4. "Ich habe auf den neuen Titel und die neue Position vertraut!"

Hört der Personalverantwortliche im Bewerbungsgespräch Sätze wie: "Die versprochene Personalverantwortung wurde mir nicht gegeben. ... Der Titel stellt mehr da, als es wirklich ist. ... Ich wurde durch das Unternehmen getäuscht." wird er genauer hinterfragen, wie sich die Situation für den Bewerber darstellt oder dargestellt hat. Mit den richtigen Fragen für den Bewerber können auch schwierige Situationen aufgeklärt und mit Überraschungen dieser Art umgegangen werden. Darauf sollte man vorbereitet sein.

5. "Ich habe vorher nicht erkannt, dass ich für die Aufgabe nicht geeignet bin!"

Das Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und Interessen sollte die Basis eines Wechsels sein. Die Familienplanung kann eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Das Ausprobieren neuer Tätigkeiten oder Geschäftsbereiche im späteren Verlauf der KarriereKarriere kann selbstzerstörerischen Charakter haben. Wechsle ich beispielsweise vom Marketing in den Vertrieb und komme nicht mit dem Druck durch Zielvorgaben, Controlling und Dokumentationen klar, stehe ich schnell wieder dem Markt zur Verfügung. Alles zu Karriere auf CIO.de