Gespräch mit HP-Manager Shaw

Die Virtualisierungs-Strategie von HP

20. April 2010
Von Hartmut  Wiehr
Wer bei Virtualisierung nur an VMware oder Microsoft denkt, liegt falsch: Nach wie vor ist Virtualisierung eine Anreicherung für Server-Plattformen. Und da haben nun einmal die etablierten Anbieter ziemlich gute Karten wie zum Beispiel HP - trotz Erblasten.
Für Mike Shaw, Product Manager EMEA bei HP Software & Solutions, ist Virtualisierung nur ein Teil des Managements der gesamten IT-Infrastruktur. HP sei dafür gut mit Software und Services positioniert.
Für Mike Shaw, Product Manager EMEA bei HP Software & Solutions, ist Virtualisierung nur ein Teil des Managements der gesamten IT-Infrastruktur. HP sei dafür gut mit Software und Services positioniert.

Der eigentliche Wettbewerb zwischen den Virtualisierungsanbietern geht nicht darum, wer den schnellsten oder umfangreichsten Hypervisor für die KonsolidierungKonsolidierung physikalischer Maschinen aufzubieten hat. Wichtig ist vielmehr, welche Software in der Lage ist, umfassende Management-Aufgaben für die Infrastruktur im RechenzentrumRechenzentrum auszuführen. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Bei Hewlett-Packard, dem Hersteller, der sich inzwischen durch viele Software- und Service-Zukäufe neben IBM oder Oracle zu einem der großen Allround-Anbieter für Business-IT entwickelt hat, nimmt VirtualisierungVirtualisierung deshalb einen besonderen Stellenwert ein. Man will nicht nur ein Anbieter für virtuelle Maschinen unter anderen sein, sondern knüpft bewusst an die Tradition der Systemmanagement-Suite OpenView an, die in den letzten Jahren durch Zukäufe wie Mercury oder Peregrine ergänzt und neu strukturiert wurde. Heute heißt es: "Wir machen nicht nur Virtualisierung, sondern wir offerieren eine Lösung für das Management der IT-Infrastruktur, die auch Virtualisierung umfasst." Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Wie Mike Shaw, Product Manager EMEA bei HPHP Software & Solutions, betont, umfasst Virtualisierung mehr als den reinen Hypervisor oder virtuelle Maschinen: In der Praxis komme es auf das Zusammenspiel von Virtualisierung, Netzwerken, StorageStorage Area Networks (SANs) und weitere Bausteine der IT-Infrastruktur an, die durch Monitoring- oder Managementfunktionen beständig überwacht werden müssen. Als Beispiele nennt er Anwendungsgebiete wie Healthcare-IT, Automatisierung oder ComplianceCompliance. Alles zu Compliance auf CIO.de Alles zu HP auf CIO.de Alles zu Storage auf CIO.de

Am Beispiel Compliance versucht Shaw, den Ansatz von HP zu verdeutlichen: Die Anwender sollen sich durch die Anwendung standardisierter Managementmethoden sicher sein, dass sie im Internet oder bei der Benützung fremder Applikationen immer den erforderlichen Standards und gesetzlichen Auflagen entsprechen. Noch wichtiger erachtet er die interne Compliance: den integrierten, aufeinander abgestimmten Aufbau der Infrastrukturelemente von Servern bis zu Storage oder Virtualisierung. Es gehe um die Abkehr von der Silo-Struktur der IT hin zu einer virtuellen Sichtweise, wobei Virtualisierung nicht isoliert betrachtet werden könne.