Smart Glasses, Smart Watches, Smartbands etc.

Die Wearables kommen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit den Wearables schreitet die Evolution im IT-Umfeld weiter voran - wenn auch etwas langsamer als erwartet. Ein Überblick über die neuesten Modelle 2014.

Gerade erst hat sich ein Großteil der IT-Nutzer daran gewöhnt, ihre E-Mails und andere wichtige Informationen auch mobil via Smartphone und Tablet aufzurufen. Nun scheint sich mit den Wearable Devices der nächste logische Schritt anzubahnen. Die Devices erlauben es dem Träger eines solchen Geräts nämlich, direkt auf (mehr oder weniger) relevante Informationen zuzugreifen, ohne sich von seiner eigentlichen Tätigkeit abzuwenden.

Besonders gut ist diese Funktionalität in Cyberbrillen wie GoogleGoogle Glass gelöst - hier werden die Informationen in Form eines kleinen Bildes ins Sichtfeld des Nutzers eingeblendet. Smartwatches und Fitness-Armbänder, die eingegangene Anrufe und Mitteilungen oder Vitaldaten anzeigen, verlangen nach etwas mehr Aufmerksamkeit als die Datenbrillen, immerhin ersparen aber auch sie häufig den Griff zum Smartphone oder Tablet und eignen sich damit - zumindest in der Theorie - hervorragend für Beruf und Freizeit. Alles zu Google auf CIO.de

Einen ersten Ausblick darüber, was die IT-Gemeinde aus diesem Segment in diesem Jahr erwartet, gab die wohl wichtigste Elektronikmesse CES, die vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas stattfand. Tatsächlich waren die kleinen tragbaren Elektronikgeräte neben Heimvernetzung, 4K-Fernseher und Car-IT eines der Topthemen im Las Vegas Convention Center, wobei der Hauptfokus bei den intelligenten Uhren und Fitnessassistenten lag. Sony etwa zeigte nach der Smartwatch 2 nun auf der Messe das SmartBand im Stil des Fitness-Begleiters Nike+ Fuelband.

Das Herzstück des Armbands, Sony Core, kann allerdings wesentlich mehr als lediglich die Fitness-Aktivitäten des Trägers darzustellen - ob dies jedoch Sinn macht und unbedingt benötigt wird, ist ein anderes Thema. So wird es wohl nicht nur Datenschützer beunruhigen, dass das Gadget im Verbund mit der "Lifelog"-App auf dem verbundenen Sony-Smartphone sämtliche Aktivitäten des Nutzers aufzeichnet, etwa, wo und wann er unterwegs war, welche Musik er gehört hat und welche Fotos er dort geschossen hat.

Schmuck wird smart

In dem Schmuckarmband steckt ein Sensor, der die über den Tag konsumierte UV-Menge Dosis misst und bei drohender Überdosis Alarm schlägt.
In dem Schmuckarmband steckt ein Sensor, der die über den Tag konsumierte UV-Menge Dosis misst und bei drohender Überdosis Alarm schlägt.
Foto: Netatmo

Einfacher und klarer verständlich sowie absolut harmlos ist die Funktion des (primär) für Frauen gedachten Armbands JUNE von Netatmo, das auf der CES ein nettes Kontrastprogramm zu den unzähligen Fitness-Gadgets darstellte: In dem Schmuckstück steckt ein Sensor, der die über den Tag konsumierte Sonneneinstrahlung misst und die Informationen via Bluetooth LE an die dazugehörige Smartphone- oder Tablet-App weitergibt. Diese erinnert dann die Nutzerin rechtzeitig daran, Sonnencreme aufzutragen oder einen schattigen Ort aufzusuchen, um Sonnenbrand und vorzeitige Hautalterung zu vermeiden. Aktuell funktioniert das knapp 100 Euro teure Armband allerdings nur mit iOS, eine App für AndroidAndroid ist in Entwicklung. Weniger konkret ist der französische Hersteller bislang, was eine maskulinere Version von JUNE angeht, hier heißt es abwarten. Alles zu Android auf CIO.de

Ähnlich hübsch präsentierte sich das Smart Juwel von Cambridge Silicon Radio (CSR). Der von Cellini designten Modeschmuck kann via Bluetooth mit dem AppleApple Notification Center Service (ANCS) von iOS gekoppelt werden und informiert anschließend per LED-Blinklicht über eingegangene Nachrichten etc. Aktuell kann der Nutzer selbst auf dem Prototypen nur die Farbe der LED einstellen, interessierten Entwicklern bietet CSR allerdings mit einem speziellen Starter Development Kit die Möglichkeit, eigene Anwendungen dafür zu programmieren. Alles zu Apple auf CIO.de

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