Hochwasser, Terror, Pandemie

Die wenigsten sind gegen einen IT-Ausfall genug gewappnet

05. Februar 2008
Von Alexander Galdy
Die wenigsten Unternehmen sind ausreichend für den Fall vorbereitet, dass ihre IT einmal für längere Zeit hinweg ausfällt, kritisieren die Analysten von Gartner in einer Studie. Dabei kann es laut Marktforscher jederzeit passieren, dass Naturkatastrophen, Terrorismus oder Pandemien das Geschäft lahmlegen.

Systeme für Business Continuity Management (BCM) und Disaster Recovery (DR) werden zwar immer besser, jedoch ist noch einiges an Arbeit nötig, um die Qualität und den Ablauf der Programme zu verbessern. Das Problem ist aber vor allem, dass fast 60 Prozent der Firmen mit nur sieben Tagen als längstmögliche Ausfallzeit planen.

BCM und DR für länger planen

Das ist viel zu kurz, findet der Marktforscher. Naturkatastrophen, Terrorismus, Ausfälle des Service Provider oder Seuchen können den Geschäftsablauf leicht länger als nur sieben Tage behindern. Das hat enorme Auswirkungen auf den Umsatz und den guten Ruf einer Marke. Gartner sieht deshalb eine BCM- und DR-Planung für mindestens 30 Tage als notwendig an.

Die befragten Unternehmen gehen ganz unterschiedlich mit möglichen Katastrophen-Szenarien um. So haben 77 Prozent Vorbereitungen für den Fall getroffen, dass ihnen der Saft wegbleibt, weil es einen Stromausfall gibt oder ein Großfeuer. 72 Prozent haben einen Plan für Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Stürme.

Bei der Hälfte der befragten Firmen fließen bei der Aufstellung eines Katastrophenplans mittlerweile auch Bedrohungen durch Viren-Attacken und Terrorismus mit ein. Generell sind die meisten Notfallpläne für Ausfälle an einzelnen Standorten ausgelegt. Doch hat mittlerweile ein Umdenken bei den Unternehmen stattgefunden. Etwa ein Drittel nimmt Warnungen vor Pandemien ernster. Im Jahr 2005 waren es dagegen nur acht Prozent der Betriebe, auf die das zutraf.

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