Manufacturing Execution Systeme

Die Werkbank mit dem ERP-System verbinden

04. Januar 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen der Fertigungs-Industrie operieren heute weltweit. Sie produzieren an unterschiedlichen Standorten und vertreiben von dort auch fertige Produkte. Wollen sie wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie Geschäftsabläufe in der Produktion straffen und optimieren, um so die operativen Kosten zu senken. Deshalb sollen bis 2012 die Investitionen in Manufacturing Execution Systeme (MES) deutlich steigen, wie die Marktforscher von Datamonitor prognostizieren. Zunehmend wichtiger wird künftig auch ein reibungsloser Datenfluss von der Werkbank bis in die Finanzbuchhaltung.
Die Ausgaben für Manufacturing Execution Systeme (MES) und Services sollen bis 2012 auf 2,5 Milliarden US-Dollar steigen.
Die Ausgaben für Manufacturing Execution Systeme (MES) und Services sollen bis 2012 auf 2,5 Milliarden US-Dollar steigen.

Die Ausgaben für Manufacturing Execution Systeme (MES) und Services sollen bis 2012 auf 2,5 Milliarden US-Dollar steigen, verglichen mit 950 Millionen Euro im Jahr 2006.

Vorreiter bei Investitionen in neue MES werden nach Darstellung der Marktforscher vor allem Unternehmen aus der Pharma-Branche, der Konsumgüter-Industrie sowie aus dem Bereich der Prozess-Industrie, wie etwa Chemie-Firmen, sein. Für die diskrete Fertigung wird ein Aufschwung bei den MES-Investitionen erst ab dem Jahr 2009 erwartet.

Produktion zentral steuern

MES sind für viele Fertigungsunternehmen ein zentrales Steuerungselement, um wichtige Informationen zu Produktionsaufträgen an die Fertigungslinie zu bringen und Arbeitsaufträge direkt an die Mitarbeiter weiterzugeben.

Doch in den letzten 30 Jahren hat sich die IT-technische Abbildung von Prozessen in der Fertigung, wie etwa die Produktions-Feinplanung oder die Personaleinsatzplanung, durch MES mehr und mehr von den darüberliegenden ERP-Systemen entkoppelt.

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