Gründe für das Upgrade

Die Windows-7-Migrationspläne der Anwender

27. Oktober 2009
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Die Marktforscher von Forrester sehen gute Chancen für eine schnelle Verbreitung von Windows 7: Schon in einem Jahr, so das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 650 IT-Entscheidern, werden mehr als die Hälfte aller neuen PC unter dem neuen Betriebssystem laufen.

IT-Professionals sollten sich ranhalten: Das neue Windows liegt in den Läden, und es wird Zeit, so Forrester-Analyst Benjamin Gray, die Pläne für ein Roll-out zumindest für neue Rechner ins Auge zu fassen. "Bereiten Sie sich auf Anwender vor, die als ‚Early Adoptors’ schon jetzt auf Windows 7 umsteigen möchten", so Gray, Autor der Studie "Windows 7 Commercial Adoption Outlook" von Forrester Research.

Schon in einem Jahr wird Windows 7 auf mehr als der Hälfte aller Neu-PCs laufen, prognostiziert Forrester.
Schon in einem Jahr wird Windows 7 auf mehr als der Hälfte aller Neu-PCs laufen, prognostiziert Forrester.

Für die Studie hatte der Marktforscher im Juli und August dieses Jahres mehr als 650 IT-Entscheider in Nordamerika und Europa befragt. Mehr als die Hälfte davon (51 Prozent) rechnet damit, dass binnen eines Jahres das Betriebssystem auf neuen Rechnern laufen wird. Der Anteil von Windows XP, so die Schätzungen, gehe im gleichen Zeitraum von 81 auf 34 Prozent zurück, der von Vista schrumpfe von 15 auf 10 Prozent.

Fast genau so groß ist die Zahl derer, die eine Migration auf Windows 7 erwarten (49 Prozent), aber über genaue Pläne noch keine Auskunft geben können. Zehn Prozent haben solche Pläne, aber nicht für die kommenden zwölf Monate, weitere sieben planen den Umstieg noch in 2010. Interessant ist, dass sich mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) mit der Frage des Umstiegs auf Windows 7 überhaupt noch nicht beschäftigt hat.

Dabei spricht laut Forrester viel für das Planen eines Upgrades: In Krisenzeiten hätten sich viele Unternehmen entschlossen, die Laufzeiten ihrer Hardware zu verlängern, um Kosten zu sparen - und um auf Windows 7 zu warten. Nun sei das Betriebssystem da, und man müsse zudem berücksichtigen, dass Kompatibilitätstests und Nachbesserungen vieler Systeme in großen Unternehmen einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. So wundert es nicht, wenn die Marktanalysten von Forrester davon ausgehen, dass firmenweite Migrationen mehrere Jahre dauern werden, zumal die Unternehmen die Hardware dabei gleich mit erneuern wollten. Immerhin 28 Prozent der Befragten planen einen Umstieg auf einen Schlag, um sich den Support unterschiedlicher Betriebssystem sparen zu können.