Skandaljahr 2008

Die zwölf größten Datenpannen

10. Februar 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Im Jahr 2008 kam es zu einer Reihe gravierender Datenskandale. Aufgrund unzureichender gesetzlicher Vorschriften wurden vertrauliche Daten millionenfach missbraucht. Zu den zwölf größten Pannen gehören unter anderem Datenklau bei der Telekom, der illegale Handel mit vertraulichen Daten sowie verlorene Kreditkarten-Abrechnungen.

Das Jahr 2008 ist kein Ruhmesblatt in der Geschichte der Informations-Technologie. Nie zuvor ereigneten sich so viele spektakuläre und gravierende Fälle von Datenmissbrauch. Das Spektrum reicht vom Programmierfehler über Schlamperei bis zum Straftatbestand des Datendiebstahls. Der Sicherheitsanbieter Utimaco hat eine Liste mit den zwölf größten Datenpannen seit Mai 2008 zusammengestellt.

Telefondaten ausspioniert

1. Spionage bei Deutscher Telekom
Die Deutsche Telekom hat über einen längeren Zeitraum heimlich Telefon-Verbindungsdaten ihrer Manager ausspioniert. Dazu hat im Auftrag der Deutschen Telekom eine Beratungsfirma aus Berlin Verbindungsdaten der Manager ausgewertet und mit den Telefonnummern von Journalisten abgeglichen.

2. Sensible Daten im Internet
Aufgrund eines Programmfehlers in einer Software für Kommunalverwaltung konnten sensible Daten von rund 500.000 Einwohnern aus 200 Kommunen über Jahre hinweg im Internet eingesehen werden.

3. Süddeutsche Klassenlotterie
In Schleswig-Holstein taucht eine CD auf, die Adressen und Kontodaten von 17.000 Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie (SLK) enthält.

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