Mehr Anbieter und geringere Auftragsvolumen

Dienstleister kämpfen um Top-Deals

23. November 2005
Von Tanja Wolff
Der globale Outsourcing-Markt verlagert sich immer stärker auf die Auslagerung von Geschäftsprozessen (BPO). Außerdem sorgen die steigende Zahl der Anbieter sowie die niedrigeren Geschäftsabschlüsse für einen Wandel, so die Studie des Marktforschungsunternehmens IDC. Das setzt traditionelle Outsourcing-Anbieter unter Druck und zwingt sie dazu ihre Geschäftsmodelle zu überdenken.
Die Anbieter aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika steigerten 2004 ihren Umsatz um 17,2 Prozent.
Die Anbieter aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika steigerten 2004 ihren Umsatz um 17,2 Prozent.

Laut der Analyse sank der Wert der Verträge weltweit im vergangenen Jahr. 2004 wurden bei den Abschlüssen nur 68,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, während es 2003 noch 69,1 Milliarden Dollar gewesen waren. Der niedrigste Vertrag unter den 100 größten Abschlüssen wurde 2004 über 184 Millionen Dollar abgeschlossen.

Der Anteil an Abkommen über BPO und Abwicklungsleistungen ist bei den Top-100-Outsourcing-Deals von 15,2 auf 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig gab es 2004 weniger Vereinbarungen über IT-Outsourcing-Services.

"Diese Verlagerungen führen zusammen mit anderen Trends, wie Kostenreduzierung bei den Kunden und steigende Produktivität, zu grundlegenden Veränderungen auf dem Outsourcing-Markt", sagt IDC-Direktor David Trapper. Dienstleister müssten neue Serviceleistung anbieten und sich weniger auf die IT konzentrieren. Neue Kunden könnten in kleineren und mittelständischen Unternehmen und bei Endverbrauchern geworben werden.

Die Zahl der Anbieter stieg von 26 auf 34, so die Studie. Im vergangenen Jahr gewannen sieben Dienstleister 55,9 Prozent des gesamten Auftragswerts. 2003 teilten sich einen ähnlichen Anteil (55,6 Prozent) nur drei Anbieter. Führend war 2004 IBMIBM gefolgt von CSC, EDS, Atos Origin, HPHP, Accenture und Fujitsu. Alles zu HP auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de