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Accenture Tech Vision 2016

Digitale Wirtschaft: Ohne Vertrauen geht es nicht

Managing Director, Technology Strategy, Accenture Strategy
Unternehmen, die im digitalen Zeitalter erfolgreich bleiben wollen, müssen den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die fünf Trends der Accenture Technology Vision 2016 (Teil2).

Die Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung sind vielfältig. Viele Experten sehen in den kommenden Jahren Millionen Jobs in Gefahr; sie prognostizieren menschenleere Fabriken, in denen Maschinen und Roboter die Aufgaben übernehmen.

Auch wir glauben, dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt grundlegend verändern wird. Schließlich zeichnete sich bisher jede industrielle Revolution durch einen tiefgreifenden Wandel mit Blick auf Berufsbilder und die Organisation der Arbeit aus. Doch wir rechnen nicht damit, dass der Mensch ersetzt wird – ganz im Gegenteil: Erfolgreiche Unternehmen rücken ihn künftig mehr und mehr an die erste Stelle.

"Regulierungsbehörden und Versicherer werden immer stärker darauf achten, dass Unternehmen sich intensiv mit Datensicherheit beschäftigen und wirksame Maßnahmen ergreifen". Dr. Claus Jeschek, Accenture Strategy
"Regulierungsbehörden und Versicherer werden immer stärker darauf achten, dass Unternehmen sich intensiv mit Datensicherheit beschäftigen und wirksame Maßnahmen ergreifen". Dr. Claus Jeschek, Accenture Strategy
Foto: Tashatuvango - shutterstock.com

Vor kurzer Zeit haben wir an dieser Stelle die ersten drei Trends der Accenture Technology Vision 2016 vorgestellt – die intelligente Automatisierung, die Liquid Workforce und die Platform Economy. Doch auch die folgenden beiden Trends sind aus unserer Sicht ein klarer Hinweis darauf, dass der Mensch in der digitalen Welt eine zentralere Rolle spielen wird als je zuvor.

4. Predictable Disruption – Branchen und Wirtschaftszweige neu definiert: Viele Unternehmen unterschätzen die Wucht, mit der neue Ökosysteme im Rahmen der Digitalisierung nicht nur Geschäftsmodelle, sondern ganze Branchen und Wirtschaftszweige revolutionieren werden. Diese neuen Ökosysteme bilden im Prinzip selbst neue Branchen – siehe Connected Home, Smart City oder Precision Agriculture – und wirken höchst disruptiv. Die Veränderungen durch diese Branchen sind allerdings deutlich besser vorherzusehen als dies bisher der Fall war.

Ein Beispiel: Die Erfolgsgeschichte Uber. In den vergangenen Jahren hat die Plattform das Carsharing völlig verändert und ein neues Ökosystem geschaffen – mit einer klaren Vision: Die Art und Weise, auf die Menschen den Besitz eines Fahrzeugs beurteilen, soll sich fundamental verändern. Diese klare Vision hat auch für die potenziellen Wettbewerber von Uber einen Vorteil: Zum Beispiel kann sich die Automobilindustrie auf diesen Wandel vorbereiten – und das ist durchaus gewollt, denn viele der Ökosysteme funktionieren nur, wenn möglichst viele Spieler aus unterschiedlichen Branchen daran teilnehmen. Das macht den disruptiven Charakter des Ökosystems deutlich berechenbarer als dies bei Disruptionen in der Vergangenheit der Fall war.

5. Digital Trust – ohne Vertrauen geht es nicht: Vertrauen ist der Eckpfeiler der digitalen Wirtschaft. Ohne Vertrauen können Unternehmen die Daten nicht weitergeben oder verwenden, die ihre Betriebsabläufe und damit letztlich ihr Geschäftsmodell stützen. Schon vom Konzept her müssen neue Produkte und Dienstleistungen daher ethisch und sicher sein. Unternehmen, denen dies gelingt, werden ein so hohes Maß an Vertrauen genießen, dass ihre Kunden sie als Wegweiser in die digitale Zukunft sehen. Und damit nicht genug: Auch Regulierungsbehörden und Versicherer werden immer stärker darauf achten, dass Unternehmen sich intensiv mit Datensicherheit beschäftigen und wirksame Maßnahmen ergreifen.

Denn bei aller Euphorie mit Blick auf die Chancen der Digitalisierung: Die Risiken für Unternehmen nehmen dadurch ebenfalls drastisch zu. Kein Wunder, denn die Lieferung von Produkten und Services an viele Millionen Kunden erzeugt Systemrisiken, zum Beispiel im Connected Car, der auf eine immer größere Vielzahl von Daten und Informationen zurückgreift.

Mit Blick auf die Mitarbeiter bedeutet dies: Führungskräfte und Entscheider müssen bei ihnen ein Verständnis für mögliche Risiken schaffen, klare Vorgehensweisen zum Umgang mit Risiken definieren und die Mitarbeiter entsprechend trainieren. Die Digitalisierung zwingt Entscheider in allen Branchen dazu, sich nicht nur mit den neuen Technologien zu befassen, sondern auch ihr gesamtes Unternehmen womöglich komplett neu zu erfinden. Nur so können sie Veränderungen vorantreiben und ihre Position im Wettbewerb auf Dauer ausbauen. Ob Kunde, Führungskraft oder Mitarbeiter – im Mittelpunkt aller Überlegungen muss dabei immer der Mensch stehen.

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