Strategien


Anwenderverband VOICE

Digitalisierung - nicht lang rechnen, einfach machen

20. März 2015
Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Standards sorgen für Geschwindigkeit. Aber darauf zu warten kostet Zeit. In dieser Zwickmühle finden sich Unternehmen wieder, die sich mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle auseinandersetzen. Das verdeutlichte einmal mehr eine Podiumsdiskussion des Anwenderverbands VOICE auf der CeBIT.

Unter den Vorzeichen von Industrie 4.0Industrie 4.0 und Smart Services werden immer mehr Anwenderunternehmen zu Softwareschmieden. Das hat nicht nur Constantin Kontargyris, CIO des TÜV Rheinland, festgestellt. Ulrich DietzUlrich Dietz, Vizepräsident des Industrieverbands BITKOM und Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG, pflichtete ihm bei: "Auch die IT-Geschäftsmodelle werden sich ändern. Die typischen Softwarefirmen wird es nicht mehr geben. Und Anwender werden zu IT-Firmen." Profil von Ulrich Dietz im CIO-Netzwerk Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Ulrich Dietz, Vizepräsident des Industrieverbands BITKOM und Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG
Ulrich Dietz, Vizepräsident des Industrieverbands BITKOM und Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG
Foto: GFT

Fertigungsbetriebe wie BoschBosch, KukaKuka und Trumpf sind die Vorreiter dieser Entwicklung. Aber viele Unternehmen sind längst noch nicht so weit. Und die Rede ist hier nicht nur vom viel gescholtenen Mittelstand, der sich verschiedenen Studien zufolge mit dem Thema DigitalisierungDigitalisierung noch viel zu wenig beschäftigt. Top-500-Firmenprofil für Bosch Top-500-Firmenprofil für Kuka Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Auch die CIOs von größeren Unternehmen müssen Reihe von Herausforderungen meistern, wenn sie Veränderungen in dieser Hinsicht anstoßen wollen. "Es ist schwierig, Mitspieler zu finden, die da mitmachen wollen", weiß Kontargyris.

Michael NillesMichael Nilles, CIO des Aufzugspezialisten Schindler, kann da nur zustimmen: "Sie müssen jemanden im Unternehmen finden, der das gutheißt und vorantreibt." Eine "andere Denke" aus den etablierten Konzernstrukturen heraus zu entwickeln sei schwierig genug. Profil von Michael Nilles im CIO-Netzwerk

Sicherheit im Sinne von Safety

Und noch etwas anderes ist aus Nilles' Sicht höchst difizil: Bei Industrie 4.0 spiele das Thema Sicherheit eine außerordentlich wichtige Rolle - und zwar nicht nur im Sinne von Security, sondern auch im Sinne von Safety. "Diese Art von Sicherheit gehört zu den Grundwerten unseres Unternehmens." Aber die Technologie der smarten, miteinander verbundenen Produkte sei hier noch nicht auf Stand.

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