Internet- und Spielesparte

Disney streicht 700 Jobs

07. März 2014
Walt Disney ist einer der profitabelsten Medienkonzerne der Welt, vor allem dank seiner Fernsehsender und Freizeitparks. Doch es gibt auch eine Sorgensparte: Die Internetaktivitäten und Videospiele. Das Management greift dort nun durch.

Nach hohen Verlusten verordnet Walt Disney seiner Internet- und Videospiele-Sparte eine Rosskur. Rund 700 Jobs fallen dabei weg, wie der US-Unterhaltungskonzern am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Damit betreffen die Stellenstreichungen etwa jeden vierten Mitarbeiter von Disney Interactive. Büros in den USA, Südkorea und Indien werden geschlossen.

Die Mitarbeiter der Sparte entwickeln Spiele für PC, Tablet-Computer und SmartphonesSmartphones und betreuen überdies Onlineportale wie Disney.com und den Club Penguin. Seit der Gründung 2008 häufte der Bereich jedoch Verluste von mehr als 1,3 Milliarden Dollar an, unter anderem wegen gefloppter Spiele und einer starken Konkurrenz. Erst seit kurzem schreibt die Sparte schwarze Zahlen, unter anderem dank des erfolgreichen Videospiels "Disney Infinity", in dem zahlreiche Figuren aus dem Disney-Reich auftauchen. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Mit der Neuaufstellung solle sichergestellt werden, dass Disney Interactive langfristig Geld verdiene, sagte Spartenchef James Pitaro der "New York Times". Demnach sollen einige kleinere Onlineportale geschlossen werden, weniger Videospiele pro Jahr erscheinen und ein starkes Gewicht auf mobile Inhalte gelegt werden. Auch die Werbung auf den Onlineportalen soll umgestellt werden weg von klassischen Anzeigen hin zu Sponsorenverträgen.

Disney Interactive ist die kleinste Sparte im Konzern. Größter Geldbringer sind die Fernsehsender mit dem Sportkanal ESPN und dem Flaggschiff ABC. Zweitgrößtes Standbein sind die Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe und Ferienanlagen. Zur Filmsparte gehört seit kurzem auch das "Star-Wars"-Imperium von George Lucas; Disney plant Fortsetzungen der Kultreihe. Alleine im Weihnachtsquartal verdiente Walt Disney unterm Strich 1,8 Milliarden Dollar. (dpa/rs)

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