Business Intelligence

Drei Beispiele zur Tool-Auswahl

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Hinter Neuerungen im Bereich Business Intelligence stehen die unterschiedlichsten Ursachen. Manch ein Unternehmen sucht lediglich eine preiswerte Lösung für ein eingeschränktes Anwendungsgebiet. Andere Unternehmen legen Wert auf einfache Bedienbarkeit, um BI bei möglichst vielen Mitarbeitern zu verankern. Drei Beispiele aus der Praxis.

Die Nutzerfreundlichkeit von Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) war Thema eine Studie von Beye-Network, über die wir an dieser Stelle kürzlich berichteten. In der Untersuchung stellt Autorin Cindi Howson auch anhand von Anwendererfahrungen dar, welche Rolle dieses Kriterium bei ihrer BI-Wahl konkret gespielt hat. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Alco Ventures begab sich vor zwei Jahren jungfräulich in die Welt der BI. Das kanadische Unternehmen stellt Geländer, Spezialtüren und Zäune her und vertreibt Öfen. Kostenbewusstsein ist in der Firma ein hohes Gut, überflüssige Ausgaben widersprechen der Philosophie. Deshalb herrschte in Sachen BI lange Zurückhaltung – bis es offensichtlich nicht mehr ohne ging. Die zwei Säulen des Geschäftsmodells – Produktion und Vertrieb – sorgten für eine Vielzahl unterschiedlicher Reporting-Anforderungen, die eine überlastete IT-Abteilung nicht mehr zur Zufriedenheit des Managements lösen konnte. Die Herausforderung im Jahr 2008 war entsprechend eindeutig: Es musste eine kostengünstige Lösung für flexibles ReportingReporting her, und das möglichst schnell. Alles zu Reporting auf CIO.de

Ausgefallene Wünsche hatte Alco Ventures ebenso wenig wie ein besonderes Augenmerk auf einfache Bedienbarkeit. Der klassische Fall eines Unternehmens also, für dessen Ansprüche einige rudimentäre BI-Funktionen vollkommen ausreichen. Fündig wurde Alco Ventures beim kleinen Anbieter Indicee aus dem Segment Software-as-a-Service (SaaS). Das Unternehmen ist mit dem Dienstleister auf Leihsoftware-Basis vollauf zufrieden. Die entscheidenden Gründe dafür fasst Firmenchef Ben Hume prägnant zusammen: „Der Preis stimmt. Der Support ist phänomenal. Und Indicee reagiert schnell auf unsere Anforderungen.“

Komplexere Hintergründe trieben ebenfalls vor zwei Jahren die Firma Cabela’s zu einem neuen BI-Anbieter. Der Ausstatter aus für Angel-, Jagd- und Camping-Zubehör aus Nebraska setzt jedes Jahr mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar um – sowohl in seinen Läden in ganz Nordamerika als auch über Internet. Um seine Verkäufe zu optimieren, ist eine fortlaufende Beobachtung der Handelsspannen für jedes Produkt ebenso unerlässlich wie die Minimierung von Lagerbeständen und die Verbesserung der Preisgestaltung. Kein Wunder, dass in diesem Unternehmen BI eine längere Tradition hat als bei Alco Ventures.

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