Lizenzen bedrohen Einführung des neuen Standards

Drei Stolpersteine für RFID

21. Dezember 2004
Von Michael Kallus
Nach einem Erfolg versprechenden Start tauchen Hindernisse für die weitere Verbreitung von RFID auf. Es gibt Schwierigkeiten mit dem Urheberrecht, mit einem neuen Standard und beim Upgrade auf Generation 2. Das berichtet das Marktforschungsunternehmen ABI Research.

Keiner der drei Schwierigkeiten gefährdet für sich alleine die Entwicklung der RFID-Technik. Aber zusammen können sie Stolpersteine werden.

Erstes Hindernis: Die Firma Intermec, selbst RFID-Anbieter, behauptet, Teile der neuen EPC-Spezifikation der Generation 2 seien ihr intellektuelles Eigentum. EPCglobal, eine Nonprofit-Organisation, die den Standard verwaltet, hat sich dazu noch nicht geäußert.

Viele Unternehmen warten auf den neuen RFID-Standrad der Generation 2.
Viele Unternehmen warten auf den neuen RFID-Standrad der Generation 2.

Wie die Entscheidung darüber auch ausfällt: Die Einführung des neuen Standards wird sich auf jeden Fall verzögern. Wenn EPCglobal die Forderung von Intermec ablehnt, droht eine gerichtliche Auseinandersetzung, wenn es sie anerkennt, sind Verhandlungen über eine Lizenzierung notwendig.

Ohne Standards keine Entwicklung

Zweites Hindernis ist die Auseinandersetzung zwischen EPCglobal und der International Organisation for Standardization (ISO). Es geht um das vorgeschlagene Nummerierungssystem, auf das sich die RFID-Tags beziehen sollen. Nach Einschätzung von ABI Research will EPCglobal ein eigenes achtstelliges System verwenden, die ISO dagegen ihr ISO-Schema Application Family Identifier.

Volkswagen hat 13.000 Behälter mit RFID ausgerüstet, in Zukunft sollen es 80.000 sein.
Volkswagen hat 13.000 Behälter mit RFID ausgerüstet, in Zukunft sollen es 80.000 sein.

Das liefert aber nur einen begrenzten Vorrat an Nummern, kontert EPCglobal. EPC hoffe aber laut ABI Research, die Auseinandersetzungen separat behandeln zu können, um keine weiteren Verzögerungen zu erzeugen.

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