FireEye eröffnet R&D-Zentrum

Dresden soll europäischer IT-Sicherheitshub werden

24. September 2014
Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
FireEye, Anbieter von Produkten und Managed Services gegen Cyberattacken, hat im "Silicon Saxony" in Dresden ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Es ist das erste seiner Art überhaupt in Europa.
FireEye-Gründer Ashar Aziz will von Dresden aus FireEyes Forschungsarbeit in Europa intensivieren.
FireEye-Gründer Ashar Aziz will von Dresden aus FireEyes Forschungsarbeit in Europa intensivieren.
Foto: FireEye

"Wir haben weltweit nach einem geeigneten Standort gesucht, in Dresden haben wir ihn gefunden", erklärt FireEye-Gründer und Chief Strategy Officer Ashar Aziz im Gespräch mit der Computerwoche. Die TU Dresden und speziell der Lehrstuhl für Betriebssysteme und Sicherheit, biete mit ihren Forschungen im Bereich Datensicherheit und DatenschutzDatenschutz genau das richtige Umfeld, neue Security-Experten heranzuziehen und auszubilden. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Im indischen Bangalore und in Singapur hat der Security-Anbieter bereits zwei Forschungszentren in Betrieb - in Dresden wurde nun das erste in Europa eröffnet. Unter Leitung von Software-Ingenieur Hendrik Tews soll ein zunächst 15-köpfiges internationales Entwicklerteam mit Hilfe mathematischer Methoden neue Schutzmaßnahmen gegen ausgefeilte, komplexe Angriffe aus dem Cyberspace entwickeln.

Dresden soll den Sicherheitsforschern und -entwicklern die idealen Rahmenbedingungen bieten.
Dresden soll den Sicherheitsforschern und -entwicklern die idealen Rahmenbedingungen bieten.
Foto: Sabine Klein - Fotolia.com

In erster Linie geht es dabei um die Erforschung von Mikrokernen, die es möglich machen sollen, dass nur noch ein Bruchteil des Quellcodes eines Betriebssystems als mögliches Angriffsziel dienen kann. Tews spricht von 50.000 Zeilen Code statt wie bisher 50 Millionen. Ein derart verringerter Anteil ließe sich dann viel problemloser überwachen als es bisher der Fall sei.

Weitere Kooperationen geplant

FireEye wolle den neuen europäischen Security-Hub beizeiten ausbauen und weitere Universitäten als Partner gewinnen, so Aziz. "Die Budgets der Angreifer - staatlich wie privat gesteuert - werden weiter wachsen, die Bedrohung durch gezielte Angriffe damit auch. Das führt natürlich auch bei uns zu einem stark erhöhten Bedarf an Security-Profis."

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