ownCloud versus TeamDrive

Dropbox-Alternativen auf dem Prüfstand

04. Juli 2013
René Büst ist Technology Analyst & Advisor mit dem Fokus auf Cloud Computing und IT-Infrastrukturen. Er ist Mitglied des weltweiten Gigaom Research Analyst Network und gehört weltweit zu den Top 50 Bloggern in diesem Bereich. Seit Ende der 90er Jahre konzentriert er sich auf den strategischen Einsatz der Informationstechnologie in Unternehmen.
Als Dropbox-Alternativen für Unternehmen positionieren sich die Cloud-Storage-Lösungen TeamDrive und ownCloud. Doch wie sicher sind die Systeme wirklich? Ein Konzeptvergleich bringt interessante Ergebnisse.

Dropbox polarisiert innerhalb der IT-Abteilungen. Vom Vorstand bis hin zum normalen Mitarbeiter greifen viele auf den beliebten Cloud-Storage Service zurück. Das liegt vor allem an der einfachen Nutzung, die von den internen IT-Abteilungen heute nicht so unkompliziert bereitgestellt wird. Hier greifen insbesondere zwei aus Deutschland heraus entwickelte Lösungen an, die es Unternehmen erlauben, eigene Dropbox ähnliche Funktionen innerhalb einer selbstverwalteten IT-Infrastruktur zu implementieren: TeamDrive und ownCloud. TeamDrive vertritt dabei einen vollständig kommerziellen und proprietären, ownCloud hingegen einen vermeintlichen Open-Source Ansatz, dem aber ebenfalls eine kommerzielle Version zu Grunde liegt. Beide beanspruchen für sich den Titel “Dropbox für Unternehmen”. Bewegen wir uns allerdings genau in diesem Umfeld, spielt das Thema Sicherheit eine sehr wichtige Rolle.

Hintergrund zu TeamDrive und ownCloud

TeamDrive und ownCloud verfolgen zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle. Wo sich TeamDrive als vollständig kommerzielles Produkt für Unternehmen am Markt positioniert, setzt ownCloud auf die Open-Source Community, um damit Marktanteile zu gewinnen. Mit einer kommerziellen Version adressiert ownCloud allerdings auch den Markt für professionelle Unternehmenslösungen.

Über TeamDrive

Foto: TeamDrive

TeamDrive ist eine Filesharing- und Synchronisations-Lösung für Unternehmen, die ihre sensiblen Daten nicht mit externen Cloud-Services speichern wollen und es ihren Teams zudem ermöglichen möchten, Daten oder Dokumente zu synchronisieren. Dazu überwacht TeamDrive beliebige Ordner auf einem PC oder Notebook, die man mit eingeladenen Anwendern gemeinsam nutzen und bearbeiten kann. Damit stehen Daten jederzeit, auch offline zur Verfügung. Eine automatische Synchronisation, Backups und Versionierung von Dokumenten schützen die Anwender vor Datenverlust. Mit der Möglichkeit, die TeamDrive Registration- und Hosting-Server im eigenen RechenzentrumRechenzentrum zu betreiben, lässt sich TeamDrive in vorhandene IT-Infrastrukturen integrieren. Dafür stehen alle notwendigen APIs zur Verfügung. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Über ownCloud

ownCloud ist eine Open-Source-Filesync- und –sharing-Lösung für Unternehmen und Organisationen, die ihre Daten weiterhin selbst unter Kontrolle behalten möchten und nicht auf externe Cloud-Storage-Systeme zurückgreifen wollen. Der Kern der Anwendung besteht aus dem ownCloud ServerServer, über den sich die Software zusammen mit den ownCloud-Clients nahtlos in die existierende IT-Infrastruktur integriert und die Weiternutzung bereits vorhandener IT-Management-Tools ermöglicht. ownCloud dient als lokales Verzeichnis, bei dem unterschiedliche lokale Speicher gemountet werden. Dadurch stehen die entsprechenden Dateien allen Mitarbeitern auf allen Geräten zur Verfügung. Neben einem lokalen StorageStorage können auch Verzeichnisse über NFS und CIFS angebunden werden. Alles zu Server auf CIO.de Alles zu Storage auf CIO.de