Kunden verweigern ihre Unterschrift

DSAG verhandelt weiter mit SAP

05. Dezember 2008
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Der Unmut über die Gebührenerhöhung für SAP-Wartung will nicht nachlassen. Der DSAG zufolge gibt es eine Reihe von Kunden, die den geänderten Wartungsvertrag nicht unterschreiben wollen. Die Verhandlungen um ein optionales Modell sowie eine Verschiebung des Vertragsbeginns gehen indes weiter.
Fordert Entgegenkommen von SAP: Andreas Oczko, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSAG.
Fordert Entgegenkommen von SAP: Andreas Oczko, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSAG.

Der Streit spitzt sich zu: Viele Mitglieder der Deutschsprachigen Anwendergruppe (DSAG) laufen Sturm gegen die erhöhten Wartungsgebühren und das geänderte Supportmodell der SAPSAP AG. Alles zu SAP auf CIO.de

"Wir bekommen ein unglaubliches Feedback", sagt Andreas Oczko, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSAG. Nicht nur aus dem SAP-Heimatmarkt Deutschland, auch aus Österreich, der Schweiz und Italien tragen die Kunden ihren Unmut an die Anwendervereinigung heran. Angesichts der immer knapper werdenden Zeit verschärfe sich der Ton der Diskussion und belaste zunehmend die Beziehung zwischen SAP und den Unternehmen. Am 1. Januar 2009 sollen die neuen Wartungskonditionen in Kraft treten.

"Die Erhöhung kommt zu einer Unzeit", gibt Ozcko die Meinung der DSAG-Mitglieder wieder. Allein angesichts der wirtschaftlichen Lage seien die höheren Wartungskosten für viele schlichtweg nicht tragbar. Diese werden sich bis 2012 auf 22 Prozent erhöhen, was eine Preissteigerung von rund 30 Prozent bedeutet.

SAP drängt Leistungen auf

Seit Bekanntgabe der neuen Bedingungen fordern die Kunden SAP zum Einlenken auf. Sie halten es für absurd, Leistungen kaufen zu müssen, die sie entweder nicht brauchen, nicht wünschen oder schlichtweg nicht einsetzen können. Anstelle von weniger wünschen sie sich mehr Wahlfreiheit beim Wartungsangebot und kritisieren die Inhalte des aufgedrängten "Enterprise Support".