Computerwoche-Webcast

Durchblick in der hybrid Cloud erlangen

23. Februar 2016
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Drei von fünf CIOs wollen binnen zwei Jahren in die hybride Cloud gehen. Was dabei mit Blick auf Anwendungen und Prozesse zu beachten ist, schildert ein Webcast der Computerwoche.
Drei von fünf CIOs großer Unternehmen setzen auf die hybride Cloud.
Drei von fünf CIOs großer Unternehmen setzen auf die hybride Cloud.
Foto: Milles Studio / shutterstock.com

Die Cloud kommt, und sie kommt als Hybrid. Laut einer Studie des Marktforschers IDC betreiben derzeit rund 20 Prozent der Unternehmen eine hybride Cloud. Doch schon in den kommenden zwei Jahren wollen drei von fünf CIOs aus den großen Unternehmen nachziehen. Als größte Herausforderung gilt die Komplexität eines solchen Modells. Schließlich müssen Anwendungen und Prozesse sicher verschoben werden.

Wie sich Prozesse und Datenschutz optimieren lassen und wie IT-Chefs den Weg in die Cloud ebnen, erläutert ein Webcast der Computerwoche. Darin erklärt Martin Weidauer, Cloud Advisor bei IBM Deutschland, wo seine Kunden der Schuh drückt und was er empfiehlt. Frank Heuer, Senior Advisor bei der Experton Group, betrachtet die hybrid Cloud aus der Sicht des Analysten. Detlef Korus von der Computerwoche moderiert den Webcast.

Die zentrale Frage lautet für Weidauer immer: Was will das Unternehmen mit der Cloud erreichen? "Man sollte schon wissen, was man tut und warum man das tut", schmunzelt er.

Die hybride Cloud findet längst statt - als Schatten-IT

Seine Erfahrung: die hybride Cloud findet schon längst statt - und zwar nicht immer als strategische Entscheidung, sondern in Form von Schatten-IT. Die Fachabteilungen sehen, dass sie schnell auf neue Wettbewerber oder Veränderungen am Markt reagieren müssen, und kaufen einfach Cloud-Dienste ein. "Das machen die nicht, um den IT-Chef zu ärgern", betont Weidauer. Sondern aus der Notwendigkeit heraus.

Denn Cloud Computing ist sehr viel mehr als nur die Technologie, weiß der IBM-Advisor. Entscheidern rät er dringend, alle potenziellen Stakeholder zu identifizieren und an einen Tisch zu holen.

Am IT-Chef hängt dann die Aufgabe der Integration. "Das ist ein iterativer Prozess", beobachtet Weidauer. Es muss immer darum gehen, die Verbindung herzustellen zwischen den vorhandenen Werten und den neuen technologischen Möglichkeiten. CIOs müssen sich dabei folgende Fragen stellen: "Was ist mein IT-Kerngeschäft? Welche Fertigungstiefe will ich, was kann ich sinnvoll auslagen, welche Daten dürfen wo hin?"

Gerade diese Verbindung von traditioneller und virtueller IT stellt für viele Webcast-Nutzer einen der Knackpunkte dar, wie eine Ad-hoc-Umfrage zeigt. Jeder zweite Nutzer bestätigt dieses Problem. Ebenso dringlich sind Fragen rund um Kontrolle, Sicherheit und Datenschutz.

Und diese Punkte drängen, beobachtet auch Analyst Heuer. "Die Digitalisierung greift um sich", sagt er, "und das betrifft nicht mehr nur große internationale Konzerne, sondern auch kleine Handwerksbetriebe."

Verdreifachung des deutschen Marktes binnen vier Jahren

Dabei spiegeln sich die Vorteile der Cloud durchaus in der Marktentwicklung wider, so Heuer. Lag der Markt in Deutschland 2015 noch bei knapp unter zehn Milliarden Euro, erwartet der Analyst eine Verdreifachung binnen vier Jahren.

Moderator Korus will von den Webcast-Zuschauern wissen, welche Anwendungen sie denn via hybrid Cloud betreiben wollen. Eine klare Mehrheit von 54 Prozent nennt Collaboration und Communication. "Einer der Klassiker", kommentiert Weidauer. Weitere 41 Prozent nennen außerdem innovative, bisher nicht ausgerollte Anwendungen. Dazu Weidauer: "Der Innovationsdruck ist da!"

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