E-Commerce

E-Mail-Adresse verrät Zechpreller

26. Mai 2008
Von Alexander Galdy
Die E-Mail-Adresse gibt Hinweise zur Zahlungsbereitschaft von Internetkunden. Das zeigen die ersten Auswertungen der Deutschland-Studie "Inkasso 2.0: Forderungseinzug im E-Commerce" des Inkasso-Unternehmens Mediafinanz. Die Untersuchung nimmt das Zahlungsverhalten der Deutschen im Online-Handel unter die Lupe.

Der Studie zufolge bergen die Benutzer der E-Mail-Provider hotmail.de, alicedsl.de und msn.com das höchste Zahlungsausfallrisiko. Onlinehome.de, online.de, beide vom Anbieter 1&1 Internet AG, und t-online.de haben hingegen relativ gute Erfolgsquoten, was die Zahlungsbereitschaft angeht.

Das Internet ist ein gigantischer Marktplatz mit steigenden Zahlen beim E-Commerce. Doch sehen sich Onlinehändler immer häufiger mit Kunden konfrontiert, die die anonymen
Winkel im World Wide Web mit Vorsatz nutzen, um nicht zu zahlen. Unternehmer sollten allerdings nicht ausschließlich auf die bei einer Bestellung angegebene E-Mailadresse
achten, rät Mediafinanz.

Ein sicherer Weg, um sich generell vor Zahlungsausfällen zu schützen, ist die Bonitätsprüfung. Sie berücksichtigt weitere Merkmale hinsichtlich des Zahlungsverhaltens von Kunden. Insbesondere für Internetshop-Betreiber bietet sich die Online-Zusammenarbeit mit Auskunftsdienstleistern an.

Die komplette Deutschland-Studie "Inkasso 2.0: Forderungseinzug im E-Commerce" erscheint im Juni 2008. Datenbasis dieser Auswertung bilden mehr als 360.000 offene Forderungen, die anhand der verwendeten Bestell-E-Mail-Adressen verglichen wurden.

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