Google Apps for Business

"E-Mail ist in der Cloud sicherer"

26. November 2010
Von Christa Manta
Vor allem für Firmengründer, denen es an Zeit, Geld und Ressourcen für ihre IT fehlt, können Google Apps eine kostengünstige Alternative zu klassischen Business-Anwendungen sein. Petra Sonnenberg, verantwortlich für die Bereiche Telco und Federal Government bei Google Enterprise, erklärt im Gespräch, was Existenzgründer davon haben und wie es um die Sicherheit bestellt ist, wenn sie ihre Daten in die Wolke schicken.

1. Google bietet seit mehreren Jahren mit Google Apps Lösungen für die Geschäftswelt an. Wird dieses Angebot auch von Firmengründern angenommen?

Mit Web-Lösungen funktioniert die Arbeit laut Petra Sonnenberg grundsätzlich anders: "Alles verzahnt sich besser".
Mit Web-Lösungen funktioniert die Arbeit laut Petra Sonnenberg grundsätzlich anders: "Alles verzahnt sich besser".
Foto: Google

Ja, Google Apps ist eine sehr demokratische Lösung. Sie passt für kleinste, wie auch für größere Unternehmen. Es bleibt die gleiche Lösung. Für Firmengründer verursacht die IT oft hohe Kosten, und sie stehen vor der Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen. Sie müssen Zeit und personelle Ressourcen für Themen aufwenden, die mit dem eigenen Geschäft nichts zu tun haben. Von uns bekommen sie mit Google Apps ein Gesamtpaket aus Infrastruktur und Software, das webbasiert ist und bedarfsgerecht konfiguriert werden kann.

2. Was gehört da alles dazu, und was kostet das Paket?

Dazu gehören Lösungen für die virtuelle Bürokommunikation, der Messaging Part bestehend aus Google Mail in Verbindung mit Google Kalender und der Instant Chat-Lösung Google Talk sowie für eine bessere und effizientere Zusammenarbeit webbasierte Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und ein Programm zur Erstellung von Präsentationen. Interessant ist auch die Anwendung Google Video für Unternehmen, mit der zum Beispiel kleine Schulungen oder Videos zur Verfügung gestellt werden können. Und last but not least Google Sites: Damit kann jeder Mitarbeiter ohne IT-Know-how eine eigene Webseite gestalten um damit die Zusammenarbeit an und in Projekten zu vereinfachen. Das alles gibt es im Gesamtpaket für 40 Euro pro User und Jahr. Für weitere 23,50 Euro pro User und Jahr ist auch das Thema E-Mail-Archivierung abgedeckt. Wir archivieren dann jede E-Mail über einen Zeitraum von zehn Jahren. Damit können Unternehmen den Compliance-Anforderungen nachkommen. Unternehmen entscheiden sich übrigens nicht nur aufgrund der Kostenersparnis für Cloud-Computing-Angebote, sondern weil sie die Effizienz und Produktivität enorm steigern und so für noch leistungsfähigere Teams sorgen.

3. Eine Frauenhofer-Studie hat jüngst ermittelt, dass Cloud-Anbieter in Sachen Security transparenter werden müssen. Wie sehr müssen sich Anwender von Google Apps Sorgen um die Sicherheit machen?

Sorgen müssen sie sich überhaupt keine machen, denn die Sicherheit, die wir bieten, geht um ein Vielfaches über das Maß hinaus, das ein einzelnes Unternehmen selber gewährleisten könnte. Ein Beispiel: Bei Google Apps for Business ist das Thema Web SecuritySecurity komplett integriert. Wir garantieren 100 Prozent Virenerkennung - das ist ein himmelweiter Unterschied dazu, was ein lokaler Virenscanner leisten kann. Es gibt Studien, die besagen, dass es sich bei 90 Prozent aller E-Mails um Spam handelt. Bei uns ist auch die Anti-Spam-Lösung eine vorgelagerte Instanz. Das heißt, der E-Mail-Traffic, der zu den Unternehmen kommt, ist vorher schon bereinigt und wird damit deutlich reduziert. Und da wir extrem viele Nutzer haben, können wir Bedrohungsszenarien jeglicher Art sehr viel schneller erkennen als einzelne Unternehmen. Zum Thema Offenheit haben wir eine Webseite gestaltet, die wichtige Informationen zum Thema Sicherheit und Transparenz vereint und offen darfstellt. Auf der Google Trust Seite können sich Anwender darüber informieren, was Google tut, um die Sicherheit ihrer Daten zu gewährleisten. Alles zu Security auf CIO.de

4. Ist auch ein hybrider Ansatz möglich, bei dem einige Mitarbeiter in der Cloud arbeiten und andere mit Arbeitsplatz-basierten Lösungen?

Ja, so eine friedliche Koexistenz ist definitiv möglich. Bei Firmengründung ist das vielleicht nicht so evident, aber in großen Unternehmen treffen wir immer auf eine bestehende Infrastruktur. Im Rahmen einer neuen Studie, die Forrester Consulting durchgeführt hat, wurden viele unserer Enterprise-Kunden befragt, und was dabei heraus kam ist, dass im Messaging-Part in der Regel eine komplette Ablösung stattfindet. Die webbasierte Bürokommunikation jedoch, also die Arbeit mit Text und Tabellen, wächst organisch und findet im Parallelbetrieb statt.

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