Die Hälfte der elektronischen Post für die Arbeit irrelevant

E-Mails fressen Zeit und Geld

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
13,1 Minuten am Tag - oder rund 43 Stunden im Jahr - vergeuden Mitarbeiter mit Spam und unnötigen E-Mails. 15 Prozent der Nutzer erhalten jeden Tag mehr als 80 elektronische Nachrichten, viele können sich immer schlechter auf ihren Job konzentrieren. E-Mail bedeutet oft einen Segen und ermöglicht fixes Abarbeiten von Aufgaben. Zugleich ist sie ein Fluch, wie eine Umfrage des Anbieters Softrust zeigt.
Wie viele E-Mails ein Arbeitnehmer am Tag erhält, ist höchst ungleich verteilt.
Wie viele E-Mails ein Arbeitnehmer am Tag erhält, ist höchst ungleich verteilt.

Ein Arbeitnehmer kommt morgens ins Büro, holt sich vielleicht eine Tasse Kaffee und beginnt sein Tagwerk. Nach einer, vielleicht zwei Stunden Arbeit schaut er kurz nach, ob wichtige E-Mails eingelaufen sind. Dieses Szenario ist Softrust zufolge nicht nur unrealistisch, sondern so gut wie unvorstellbar geworden.

90 Prozent der Befragten überprüfen als erste Tätigkeit ihren elektronischen Posteingang, acht Prozent tun das während der ersten Viertelstunde, keiner lässt sich länger Zeit als 60 Minuten.

Tagsüber unterbrechen drei Viertel der Anwender die Arbeit, sobald eine E-Mail in den virtuellen Briefkasten flattert. Und das geschieht im Durchschnitt 39 Mal am Tag.

Arbeitspsychologisch töte das oft für eine Viertelstunde jegliche Konzentration ab, so Softrust. Consultant Wolfgang Schur erklärt: "Durch die ständigen Kontextwechsel schaffen Mitarbeiter weniger, und dies auch noch in geringerer Qualität."

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