Policies nicht ausgereift

E-Mails für den Staatsanwalt

23. Februar 2005
Von Ingo Butters
Vertreter von Justiz und Behörden tauchen immer öfter bei US-Unternehmen auf, um E-Mails von Angestellten für Verfahren einzusehen. Laut einer Studie der American Management Association und des E-Policy Institutes ist inzwischen jede fünfte Firma betroffen. Trotzdem setzen noch zu wenige Unternehmen klare Standards für den Umgang mit elektronischer Post.

Auch an E-Mails entzünden sich juristische Auseinandersetzungen.

E-Mail und Instant Messaging (IM) sind längst alltägliche Mittel der Kommunikation im Arbeitsleben. Entsprechend rücken sie auch in juristischen Auseinandersetzungen rund ums Berufsleben immer öfter ins Zentrum des Geschehens.

Der Studie zufolge wurde im vergangenen Jahr jedes fünfte Unternehmen in den USA von Justiz oder anderen Behörden aufgefordert, eine Angestellten-Mail für ein Verfahren weiterzugeben. Im Vorjahr waren es noch sieben Prozent weniger.

Bei 13 Prozent der befragten Firmen hat sich an einer E-Mail eines Angestellten sogar schon ein Rechtsstreit entzündet.

Trotzdem sind Unternehmen und Angestellte für den kniffligen Umgang mit Mail und IM noch nicht genügend vorbereitet. In mehr als der Hälfte (54 Prozent) der befragten Firmen gibt es keine eindeutigen Regeln dafür, welche E-Mails gelöscht und welche archiviert werden müssen. Das sei, so Nancy Flynn vom ePolicy Insitute, "höchst alarmierend".

Zur Startseite