Personalmanagement-Studie

E-Recruiting spart Zeit und Geld

Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
Großunternehmen senken mit Online-Jobbörsen und Stellenanzeigen auf der eigenen Homepage nicht nur die Kosten für das Personal-Marketing, sie beschleunigen auch die Bewerberauswahl und damit das Einstellungsverfahren.
Falk von Westarp, Marketing-Leiter bei Monster: "In elektronischen Bewerbermanagementsystemen steckt noch großes Einsparpotenzial".
Falk von Westarp, Marketing-Leiter bei Monster: "In elektronischen Bewerbermanagementsystemen steckt noch großes Einsparpotenzial".

Durchschnittlich 28 Prozent der Kosten sparen Unternehmen durch die Nutzung von E-RecruitingInstrumenten. "Beim Einsatz eines konsequent auf E-Recruiting ausgerichteten Bewerbermanagementsystems ist das Einsparpotenzial noch erheblich größer", sagt Falk von Westarp, Marketing-Leiter bei Monster Deutschland und Mitautor der Studie "RecruitingRecruiting Trends 2003". Alles zu Recruiting auf CIO.de

Zwar ist dieser Punkt meist ausschlaggebend, wenn sich ein Unternehmen für E-Recruiting entscheidet, doch bietet das Verfahren noch weitere Vorteile: 57 Prozent der Befragten nennen höhere Bewerberzahlen - und damit mehr Auswahl - als bedeutsamen Effekt, für rund ein Viertel der Unternehmen spielt die Optimierung der Personalbeschaffungsprozesse eine große Rolle, immerhin zwölf Prozent der Teilnehmer halten die Verbesserung der Bewerberqualität für ein wichtiges Argument.

Für seine wissenschaftliche Untersuchung hat das Institut für Wirtschaftsinformatik der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Online-Stellenmarkt Monster und dessen Muttergesellschaft TMP Worldwide die Personalverantwortlichen der 1000 größten deutschen Unternehmen zu ihren E-Recruiting-Aktivitäten befragt. Die 196 Antworten wurden durch eine schriftliche Befragung von 63 Personalverantwortlichen und weitere Interviews mit Experten für Personalbeschaffung ergänzt.

Deutsche Unternehmen im Hintertreffen

Ergebnis: E-Recruiting ist mittlerweile bei fast allen deutschen Großunternehmen etabliert, allerdings in unterschiedlichem Maße und nicht in dem Umfang, der nach Einschätzung von Studienleiter Wolfgang König sinnvoll wäre. "In Amerika sind die elektronischen Personalbeschaffungskanäle schon viel weiter ausgebaut; die deutschen Unternehmen müssen sich anstrengen, um das Digital Gap zu schließen."

Entlang des ganzen Personal-Marketing- und Recruiting-Prozesses - vom Bekanntmachen des Unternehmens als Arbeitgeber (Employer Branding), von Anzeigen auf der Homepage und in Online-Stellenbörsen (Personalwerbung) über den Verwaltungs-Workflow (Bewerbermanagement) bis zur Vorauswahl auf Basis der Bewerbungsunterlagen (Vorselektion) - sieht König noch Optimierungspotenzial durch E-Recruiting-Verfahren.

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