Komplexe Prozesse im Warehouse Management

Effiziente Lagerlogistik ist gefragt

12. Dezember 2006
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Für viele Unternehmen bleibt eine optimierte Produktivität in Lägern und in Distributions-Zentren bisher noch eine Vision. 60 Prozent der Firmen konnten ihre Logistik-Kosten in den letzten beiden Jahren nicht senken. Wer aber in neue Technologien für das Warehouse Management investiert, profitiert unter anderem von geringeren Lagerkosten und einer verbesserten Liefertreue. Das geht aus dem aktuellen Warehouse Productivity Benchmark Report des Marktforschers Aberdeen Group hervor.
Unternehmen müssen ihre Logistik-Kosten reduzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Unternehmen müssen ihre Logistik-Kosten reduzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Komplexität von Lager-Prozessen und den damit verbundenen Teilaufgaben nimmt kontinuierlich zu. Hinzu kommt, dass Kunden kürzere Lieferzeiten sowie maßgeschneiderten Logistik-Leistungen verlangen. Beides - so die Analysten - setzt in jedem Fall eine effiziente Lagerlogistik auf Basis moderner Technologien voraus.

Neben Ein- und Auslagerungs-Prozessen müssen Warehouse-Management-Systeme (WMS) auch Lagerung, TransportTransport bis hin zu Mehrwertdiensten wie etwa Kommissionierung, Verpackung oder Montage abbilden. Viele Unternehmen setzen jedoch entweder noch eigenentwickelte Lösungen ein oder nutzen zum Teil veraltete kommerzielle Lagerverwaltungs-Systeme. In beiden Fällen sind die Systeme oft ausgereizt. Top-Firmen der Branche Transport

Differenzierte Betrachtung

Allerdings ist dies nach Unternehmensgröße differenziert zu betrachten. So haben besonders kleine Firmen mit Umsätzen unter 50 Millionen US-Dollar vielfach noch veraltete IT-Infrastrukturen und setzen Systeme für den Bereich der Lagerlogistik ein, die einen hohen manuellen Abstimmungsaufwand erfordern.

Mittelständler mit mehr als 50 Millionen US-Dollar Umsatz, die mit größeren Wettbewerbern konkurrieren, suchen bereits nach Wegen, ihre Lagerlogistik zu flexibilisieren sowie an Kundenbedürfnisse anzupassen. Bei Großunternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz steht wiederum im Mittelpunkt, kontinuierlich Kosten zu reduzieren, etwa durch KonsolidierungKonsolidierung oder weniger Lagerflächen. Konzerne haben zudem hohe Umschlagsvolumina sowie verschiedene Bestellkanäle (z.B. Bestellung direkt, per Internet, über Katalog bzw. über Händler). Hier sind effiziente Kommissionier- und Durchlaufstrategien für Waren unabdingbar. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de