Geschäftskritische Daten in der Elektro-Post

Ein Drittel mehr E-Mails jedes Jahr

08. November 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wenn das Postfach ständig klingelt: Unternehmen bekommen jedes Jahr 35 Prozent mehr E-Mails, so eine Expertise von Osterman Research. Dabei sind vorübergehend bis zu 70 Prozent geschäftskritischer Daten in den Mails enthalten. Um da nicht die Kontrolle zu verlieren, stehen bis Ende 2008 Investitionen in Archivierungs-Systeme an.

Ein Klick aufs Postfach und gleich danach ein genervter Seufzer - verständlich, aber nicht ungefährlich. Osterman bezeichnet E-Mails als das Kommunikations-Tool überhaupt. Verträge, Geschäftspapiere, Protokolle - alles wird durch's Netz geschickt. Die Zahl von den 60 bis 70 Prozent geschäftskritischen Daten in der Elektro-Post hat Osterman aus einem Fachartikel in der US-amerikanischen Zeitschrift KM World.

Die Analysten von Osterman schätzen, dass der durchschnittliche User 140 Mails am Tag bekommt oder verschickt. Laut den Marktforschern der Radicati Group gehen am Tag 18 Megabytes an Mails und Anhängen ein - derzeit. Bis 2011 dürfte das auf eine Menge von 28 Megabytes angeschwollen sein.

Sechs von zehn Entscheidern betrachten Mails als Störung

Nach den Erfahrungen der Analysten geben Entscheider die E-Mail-Flut denn auch als eines der dringlichsten Probleme an. 60 Prozent der Verantwortlichen sprechen von "aufwändigen Prozessen", die den Arbeitsablauf unterbrechen.

Folgerichtig will jedes zweite Unternehmen, das bis jetzt noch kein Archivierungs-System implementiert hat, diesen Schritt bis Ende kommenden Jahres nachholen.

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