Editorial

Ein Eisberg ist unterwegs

06. Oktober 2003

Das Geld für IT ist schon länger knapp. Erstaunlich daher, dass es noch immer Massen von Shelfware oder Schrankware gibt: Softwarelizenzen, die zwar viel Geld gekostet haben, aber ungenutzt in den Regalen verstauben. Nicht erstaunlich dagegen, dass die betroffenen IT-Entscheider nur wenig Neigung zeigten, darüber mit uns zu reden; Geld, das nicht arbeitet, weist ja auf Schwächen des Managements hin. Insofern scheint hier ein Eisberg unterwegs zu sein, von dem nur die Spitze sichtbar ist. Welche Fehler IT-Entscheider bei der Beschaffung und im Lizenz-management machen, wie andere dem Problem erfolgreich begegnen und welche Möglichkeiten es gibt, einmal angeschaffte, unproduktive Assets wieder loszuwerden, lesen Sie in unserer Titelgeschichte ab Seite 44.

Die Systems steht vor der Tür, und zum zweiten Mal veranstalten CIO und die Computerwoche in Zusammenarbeit mit der Messegesellschaft München die Executive Lounge. Auch wenn die zweitgrößte deutsche IT-Messe nach der Cebit erneut negative Schlagzeilen wegen Ausstellerschwunds produziert, sind wir doch zuversichtlich, mit dem fünf Tage lang durchlaufenden Bühnenprogramm - Best-Practice-Präsentationen, Analysen, Diskussionen - wiederum ein Highlight bieten zu können. Eine Bar als Ort vertiefender Gespräche, nicht nur über IT-strategische Themen, dürfte das ihrige zur Wiederholung des letztjährigen Erfolgs beitragen. Das Programm finden Sie unter www.cio.de/executive-lounge.

Zum Schluss, aber nicht am Rand: Im Buchranking auf Seite 75 - das AmazonAmazon.de im Übrigen exklusiv für CIO aufstellt - häufen sich seit einigen Monaten Titel wie "Die perfekte Bewerbungsmappe". Dieses Mal geben gleich fünf Bücher von zehn Tipps für Job Suchende. So kann sich auch in einer nach Suchbegriffen erstellten Liste die Situation einer Profession, wenn nicht einer ganzen Volkswirtschaft spiegeln. Die Autoren der Ratgeber mögen es uns verübeln, aber wir würden hier gern wieder mehr Abwechslung sehen. Alles zu Amazon auf CIO.de

Mit besten Grüßen,

Heinrich Seeger

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