Umfrage zeigt Desinteresse

Ein Viertel der Internetnutzer wechselt nie die Passwörter

22. April 2014
Viele Internetnutzer beachten grundsätzliche Sicherheitstipps nicht. Nahezu jeder vierte Internetnutzer in Deutschland (23 Prozent) wechselt nie die Passwörter für Online-Dienste, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Ein Drittel (34 Prozent) verwendet nicht für jeden Dienst ein eigenes Passwort, wie es die Fachleute empfehlen. Wenn ein Dienst Opfer eines Hackerangriffs wird oder eine Sicherheitslücke aufweist, können Angreifer sich mit denselben Daten in diesem Fall möglicherweise Zugang zu weiteren Online-Profilen der Nutzer verschaffen.

Auch die schwerwiegende Sicherheitslücke "Heartbleed" bewog nur ein Drittel der Nutzer zum Wechsel ihrer Passwörter. Die Schwachstelle "Heartbleed" in der Sicherheitssoftware OpenSSL war vor zwei Wochen bekannt geworden. Sie erlaubte es Angreifern, sensible Informationen von Online-Diensten abzugreifen – darunter auch Passwörter.

Um die Lücke zu schließen, mussten Betreiber von Webseiten mit OpenSSL die Software aktualisieren. Danach sollten Nutzer ihre Passwörter wechseln, rieten Experten und Internetdienste. Zum Zeitpunkt der Befragung zwischen dem 15. und 17. April war die Schwachstelle seit gut einer Woche bekannt. YouGov befragte 1.060 Internetnutzer. (dpa/tö)

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