IT-Spezialisten suchen einen anderen Job

Einbruch auf dem amerikanischen IT-Arbeitsmarkt

28. Juli 2004
Von Michael Kallus
In den USA ist die Zahl der Angestellten in vier IT-Bereichen im zweiten Quartal um über neun Prozent zurückgegangen. Die Ingenieursvereinigung Institute of Electrical and Electronics Engineers-USA hat dafür den Trend in US-Unternehmen verantwortlich gemacht, Jobs ins Ausland zu verlagern.

Nach Angaben der Statistikbehörde für den Arbeitsmarkt, dem Bureau of Labor Statistics (BLS), ist die Zahl der angestellten Software-Entwickler gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres um 131.000 zurückgegangen. Ihre Zahl fiel von 856.000 auf 725.000 im zweiten Quartal.

Bei den Informatikern und Systemberatern wurden 51.000 Stellen weniger gemeldet, bei den Hardware-Entwicklern gingen 3000 Stellen verloren. Gefallen ist im zweiten Quartal auch die Zahl der Programmierer, und zwar um 16.000. Insgesamt ist die Zahl der Angestellten in diesen vier Bereichen um 200.000 gesunken – von 2,2 im ersten auf 2 Millionen im zweiten Quartal.

In manchen IT-Bereichen wurde jedem zehnten Angestellten gekündigt.
In manchen IT-Bereichen wurde jedem zehnten Angestellten gekündigt.

Trotz der gesunkenen Zahl ist die Arbeitslosenrate in diesen Bereichen rückläufig. Beispielsweise ist die Rate bei Informatikern und Systemberatern von 6,7 auf 4,0 Prozent gefallen, bei Programmierern von 9,5 auf 5,7 Prozent. Ein Sprecher der Statistikbehörde BLS erklärte dazu, die Arbeitslosenrate sei wohl gesunken, weil einige arbeitslose Software-Entwickler einen Job in einem andern Umfeld angenommen hätten. Sie würden dann aus der Arbeitslosenstatistik für Entwickler herausfallen.

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