Speichertechnologie für Groß und Klein

Eine Chance für iSCSI

05. März 2006
Hartmut Lüerßen ist Partner der Lünendonk GmbH. Die Marktanalyse- und Beratungsschwerpunkte von Hartmut Lüerßen sind Digitalisierung, Trends in der IT-Beratung sowie IT-Service, Engineering Services und Personaldienstleistungen.
Technische Innovationen fallen gerne dem Argument „Keine Experimente“ zum Opfer. Dennoch erzwingt der anhaltende Kostendruck neue Wege, und die Innovation bekommt ihre Chance. Dies gilt auch für das neueste Datenprotokoll iSCSI.

Drei Jahre nach der Verabschiedung durch die Normeninstanz Internet Engineering Task Force (IETF) stellt die iSCSI-Technologie eine echte Alternative für Unternehmen dar. Einiges spricht dafür, dass die Verbreitung von iSCSI (iSCSI = Internet small computer system interface over IP) weiter zunimmt. Als Katalysator werden die guten Erfahrungen der „Early Adopters“ mit der Stabilität und einfachen Konfigurierbarkeit dienen.

Keine Experimente und damit keine Risiken zu wagen gilt ganz besonders für die IT-Infrastruktur in den Unternehmen. Ob E-Mail, Textverarbeitung oder Warenwirtschaft, die IT hat zu funktionieren. Andernfalls sinkt die Produktivität, und es wird teuer. IT-Management heißt heute, zum einen immer mehr Daten, Anwendungen und Server zu verwalten und zum anderen sicherzustellen, dass alles rund um die Uhr reibungslos läuft. Deutlich einfacher werden diese Aufgaben, wenn die Daten nicht mehr auf den Festplatten jedes einzelnen Anwendungsservers gespeichert, sondern diese zentral in einem Speichernetzwerk zusammengezogen werden. Bislang war dies lediglich den unternehmenskritischen Produktivsystemen auf Basis von Fibre- Channel-Installationen vorbehalten. Für bestimmte Datenbanken und Kommunikationslösungen rechnete sich das meist nicht. Mit der iSCSI-Technologie dagegen lassen sich jetzt auch diese Daten in einem Speichernetz verwalten und über die ohnehin vorhandenen IP-Leitungen kostengünstig bereitstellen.

iSCSI überwindet die Kostenhürde für den Aufbau von Speichernetzen und ermöglicht daher auch kleinen oder mittelgroßen Unternehmen den Einstieg in die SAN-Welt. Wer sich heute für iSCSI entscheidet, kann von den Vorteilen klassischer SANs profitieren – höhere Verfügbarkeit, Performance und Skalierbarkeit, KonsolidierungKonsolidierung, zentrales Management und Backup – bei geringeren Investitionskosten. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Große Organisationen, aber auch Mittelständler setzen die Technologie bereits erfolgreich ein – auch in Bezug auf zukunftsweisende Themen wie Grid- oder On- Demand-Computing eine wichtige Basistechnologie . Es ist daher davon auszugehen, dass sich IP-SANs auf Basis von iSCSI einen festen Platz in der Speicherlandschaft der Unternehmen erobern werden.

Hartmut Lüerßen

Zur Startseite