Top 10 - Jürgen Kellermann, GKV-Spitzenverband

Eine Datenbank für alle in Rekordzeit

26. November 2009
Von Detlev Flach
Jürgen Kellermann betreibt beim GKV-Spitzenverband mit seinem Team Data Warehousing auf hohem Niveau.

Ein neuer Verband auf gesetzlicher Grundlage. Mitte 2007 gegründet, im Oktober 2007 war der Vorstand komplett, zum 1.Juli 2008 waren vielfältige gesetzliche Aufgaben zu übernehmen. Im Oktober 2008 fiel der Startschuss für das Data Warehouse des im Aufbau befindlichen GKV-Spitzenverbands. Insgesamt sollten 14 Terabyte Rohdaten von 70 Millionen Versicherten in einer Datenbank zusammengeführt werden, damit der neue Verband seine Verhandlungen mit den Leistungserbringern des Gesundheitswesens qualifiziert im Sinne der Versicherten auf Basis von fundierten Datenanalysen führen konnte.

"Eine besondere Herausforderung war es, die Bereiche im Haus zu unterstützen, die strategisch wichtige Ad-hoc-Analysen oder zeitkritische Auswertungen und Simulationen auf Basis von Massendaten vornehmen müssen", so Kellermann. Dazu wurde das Konzept der "Analytical Sandbox" weiterentwickelt, das sich beispielsweise bei Ebay bewährt hat. Der Vorteil dabei ist, dass die Mitarbeiter den gesamten Prozess steuern können, ohne die IT in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Sandboxes bieten einen weiteren Vorteil: Sie können relevante und kurzfristig benötigte Daten bereitstellen, während parallel die ETL-Prozesse entwickelt werden. Das spart Zeit und erbringt Handlungsfähigkeit. Dies alles natürlich unter Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots und der Datenschutzbestimmungen. Die Sandboxes bieten einen weiteren Vorteil in der Aufbauphase der ETL-Prozesse. Sie können relevante und kurzfristig benötigte Daten bereitstellen, während parallel die ETL-Prozesse ausgebaut werden.

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