Unternehmen haben Kosten und Lieferanten im Blick

Einkaufsabteilungen rüsten bis 2007 technisch auf

11. Januar 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Um Kosten zu reduzieren und ihre Lieferanten besser vergleichen zu können, werden deutsche Unternehmen bis 2007 verstärkt IT-Lösungen für den Einkauf implementieren. Noch bestehen aber Bedenken wegen der Komplexität solcher Supplier Relationship Management (SRM)-Lösungen. Das ergab eine Studie vom Bundesverband Materialwirtschaft und des Dienstleisters Siemens Business Services.

15 Prozent der Befragten gaben an, in den nächsten zwei Jahren neue SRM-Lösungen einführen zu wollen. 68 Prozent der Unternehmen, die bereits damit arbeiten, werden ihre Systeme erweitern.

Fast jede zweite Firma verspricht sich von einer SRM-Lösung, die Prozesskosten damit um bis zu 25 Prozent senken zu können. Bei den Materialkosten wird mit Einsparungen zwischen fünf und zehn Prozent gerechnet.

Hohe Erwartungen herrschen auch in punkto Angebots- und Lieferantenvergleiche: 85 Prozent der Studienteilnehmer wollen sich durch ihr SRM-System auf den besten Lieferanten konzentrieren.

Schwierigkeiten beim Implementieren von SRM-Lösungen.
Schwierigkeiten beim Implementieren von SRM-Lösungen.

Die Untersuchung wollte außerdem wissen, woran es beim Thema Supplier Relationship Management hapert. Ergebnis: An erster Stelle werden mit 40 Prozent die einmaligen Kosten für die Implementierung genannt. Beeinträchtigungen befürchten die Unternehmen auch durch das Process Redesign und das Change Management (jeweils 34 Prozent). Mit 27 Prozent wurden die erwarteten laufenden Aufwendungen für die SRM-Lösung genannt. Nicht zuletzt liegt es am Faktor Mensch: 24 Prozent der Befragten denken, dass ihre Mitarbeiter Schwierigkeiten mit der Nutzung von SRM-Systemen haben werden.