Offshore Outsourcing

Einmal Indien und zurück

07.02.2005
Von Marita Vogel

Nearshore-Aktivitäten betreibt der Polyolefin-Hersteller dagegen im Bereich ABAP-Programmierung. Die wurde bisher zentral koordiniert und lokal eingekauft. "Um Kapazitätsschwankungen auszugleichen, mussten teilweise Freelancer eingesetzt werden", beschreibt Kailing die Situation. Seit Februar 2004 existiert nun ein Service-Vertrag mit Capgemini, der für alle drei Zeitzonen gilt. Programmiert wird in der "ABAP-Factory" in Polen. "Dadurch sparen wir mehr als 50 Prozent unserer bisherigen Kosten ein", sagt Kailing.

Ein Drittel der Mitarbeiter onsite

Wichtig für den Basell-Mann: Der Vertrag wurde nach deutschem Recht abgeschlossen und beinhaltet ein Governance-Modell mit Steering-Committee. Zwei Programmierer von Basell und Capgemini steuern das Projekt, zwei Drittel der Programmierer arbeiten in Polen, ein Drittel ist onsite tätig. Detaillierte Servie-Level-Vereinbarungen regeln nun Reaktionszeiten, Prozesse und Reaktionszeiten für Kapazitätsänderungen.

Für den "Low-Risk"-Manager Kailing ist nach knapp zwölf Monaten Off- und Nearshore-Erfahrung klar: "Das ist eine sinnvolle Kompomente im Mix des ITService-Sourcing.

Bei gezieltem Einsatz kann man signifikant Geld sparen." Eine Sache sei allerdings extrem wichtig: "Nur gut designte und getunte Prozesse kann man mit gutem Erfolg in Off- oder Nearshore-Länder geben", resümiert Basell-Manager Kailing. "Ein schlechter Prozess wird auch dort weiterhin schlecht laufen - wenn auch vielleicht billiger.

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