Papierverschwendung

Einsparpotenziale beim Drucken werden selten gehoben

10. März 2008
Von Alexander Galdy
Der Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland möchte die durch Drucker verursachte Belastung für die Umwelt reduzieren. Doch die wenigsten haben eine Strategie parat. Dafür drucken viele mehr als je zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos.

Die Erhebung zeigt, dass sich KMUs durchaus bewusst sind, dass ein hoher Papierverbrauch schlecht für die Umwelt ist. So ist fast die Hälfte der Unternehmen der Auffassung, dass sich mit einer Reduzierung des Papierabfalls im Büro die Umwelt effektiv entlasten ließe.

Die Realität sieht dann aber doch oft genug anders aus und es bleibt bei den guten Vorsätzen: 67 der Mittelständler stellten in den vergangenen zwei Jahren einen Anstieg ihres Papierverbrauchs fest. Nur 14 Prozent gaben an, dass ihr Verbrauch in diesem Zeitraum rückläufig war.

Nur etwa ein Viertel der KMUs verfolgt bereits eine grüne Unternehmensstrategie. Besserung ist aber in Sicht. So sind 95 Prozent der Befragten bereit, ihre Dokumente auf dem Bildschirm zu lesen, anstatt auf Teufel komm raus alles sofort auszudrucken. Aber nur elf Prozent nutzen bereits die Duplex-Funktion für einen beidseitigen Druck.

Umweltschutz bedeutet oft eine Reduzierung der Kosten, was vielen Unternehmen scheinbar noch nicht bewusst ist. Drucken kann umweltbewusst und kostensparend sein, wie etwa durch den Einsatz der Duplex-Funktion oder per Multi-up-Druck-Funktion, bei der zwei oder mehr Seiten auf einer einzigen zusammengefasst und ausgedruckt werden. Zu den Sparmaßnahmen zählen auch Netzwerkdrucker, die von mehreren Anwendern genutzt werden.

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