IT als Weg aus der Krise

Einzelhandel: Mit SOA soll die Kasse klingeln

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Einerseits will sich der Kunde als König fühlen, andererseits darf die Ware nichts kosten - Einzelhändler stehen vor Herausforderungen. Wer technisch aufrüstet, SOA und mobile IT einsetzt, kann den Umsatz steigern. Das behauptet zumindest der Marktforscher Aberdeen.

Preiskämpfe und "Geiz ist geil" auf der einen Seite, auf der anderen Coffee-Bars im Laden, damit König Kunde sich wohl fühle – die Analysten sehen den HandelHandel zwischen widersprüchlichen Anforderungen zerrieben. Hinzu kommen wachsende Herausforderungen im Bereich IT. Dabei hat ein Supermarkt mit schnelldrehenden Konsumgütern andere Bedürfnisse als zum Beispiel eine Mode-Boutique. Top-Firmen der Branche Handel

Konsumgüter-Händler (FMCG) sehen andere Probleme als beispielsweise Textil-Händler (GMA).
Konsumgüter-Händler (FMCG) sehen andere Probleme als beispielsweise Textil-Händler (GMA).

An diesem Punkt haben die Analysten nachgehakt. So gibt fast jeder zweite Händler mit Mode- und ähnlichen Waren (GMA) an, die Bandbreite seiner IT bereite ihm Probleme. Unter den Konsumgüterhändlern (FMCG) sagen das nur 39 Prozent. In Sachen Software-Entwicklung liegen beide Segmente gleichauf (31 und 29 Prozent). Doch während nur sieben Prozent der GMAs im Networking ein Problem sehen, sind es unter den FMCGs 19 Prozent.

Trotz solcher spezifischen Unterschiede gehen die Analysten davon aus, dass der Einzelhandel insgesamt technisch aufrüsten muss, um aus der Krise zu kommen. Das bezieht sich einerseits auf die interne Struktur in Zentralen und Geschäften, andererseits auf den Ort, an dem der Kunde kauft.

Fingerzeig für Selbstbedienungs-Kassen

Wurde dieser Ort – sei es ein Supermarkt, ein Schuhgeschäft oder Handy-Shop – in der Literatur traditionell als Point of Sale (POS) bezeichnet, will Aberdeen das S im Kürzel nun als Point of Service verstanden wissen. Konkrete Ansätze liefern Kassen, an denen der Kunde selbst abrechnen und bezahlen kann – und das per Biometrie wie etwa den Fingerabdruck.

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