Flache Hierarchien besser

Eklatante Schwächen bei IT-Nutzen-Messung

22. Februar 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Nachholbedarf bei der IT-Performance-Messung attestiert eine Deloitte-Studie vielen Unternehmen. Für Erfolge beim Business Alignment sei eine starke Stellung des CIOs gegenüber dem Top-Management förderlich.
Ein Dialog auf Augenhöhe zwischen CIO und Management zeigt die besten Ergebnisse. Das zeigt die Studie von Deloitte.
Ein Dialog auf Augenhöhe zwischen CIO und Management zeigt die besten Ergebnisse. Das zeigt die Studie von Deloitte.
Foto: Deloitte

Die Bedeutung der IT für den geschäftlichen Erfolg wird auf Business-Seite immer stärker wahrgenommen. Noch ist ein zuverlässiger Performance-Nachweis aber die Ausnahme, nicht die Regel. Das geht aus einer Studie "IT-Business Balance Survey 2011“ von Deloitte über das Zusammenspiel von IT und Business hervor.

Die Analysten vergleichen das Bestreben des CIOs, den Wertbeitrag der IT mit harten Daten zu unterfüttern, mit der Suche nach dem heiligen Gral. Anders als dieser ist ein Wertnachweis der IT gegenüber den Top-Entscheidern unter Umständen mit einigen Anstrengungen zu finden. Der Schlüssel dafür sind belastbare Nutzenmessungen - ein Zusammenhang, den die Studie klar aufzeigt.

"CIOs können helfen, dem Business die Wertschöpfung von IT-Investitionen verständlich zu machen – aber sie sollten ebenso dabei helfen, den Nutzen dann auch kontrollierbar zu machen", heißt es in der Studie.

Aktuell gibt es hierbei eklatante Defizite. Selten werden technologische ProjekteProjekte durch einen Business Case unterstützt. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen gibt an, den Nutzen immer zu messen – und das in einem formalisierten Prozess auf Basis einer Vielzahl durch einen Business Case festgelegter Elemente. In der EMEA-Region messen 30 Prozent regelmäßig, allerdings auf weniger breiter und ausgereifter Grundlage. Etwa die Hälfte kontrolliert den Nutzen nur in Ausnahmefällen, jede zehnte Firma nie. Alles zu Projekte auf CIO.de