Vier von zehn CIOs wollen in A/P-Automatisierung investieren

Elektronische Buchhaltung kann vom E-Procurement lernen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Kreditorenbuchhaltung als papierne Bastion in einem vollautomatisierten Umfeld - dieses Bild ist überzogen, trifft aber laut einer Untersuchung von Aberdeen den Kern. Dabei könnten die Bearbeitungskosten mittels entsprechender Software um bis zu 90 Prozent gesenkt werden, so die Analysten. Ihr Tipp: CIOs sollten das E-Procurement als Modell heranziehen.
Bei Rechnungen und Zahlungen noch immer vorherrschend: Papier
Bei Rechnungen und Zahlungen noch immer vorherrschend: Papier

Glaubt man der Studie, verschanzt sich die Buchhaltung hinter Bergen aus Papier: 81 Prozent der Rechnungen werden noch immer händisch bearbeitet, bei den Zahlungen sind es 68 Prozent. Das dürfte sich allerdings bald ändern: 40 Prozent der Unternehmen geben an, Lösungen zur A/P-Automatisierung kaufen zu wollen.

Sollten sie auch: Nach den Daten von Aberdeen geben Unternehmen mit einem hohen Automatisierungsgrad ihre Bearbeitungskosten für eine Rechnung mit 1,50 bis zwei US-Dollar an, während der Durchschnitt bei 10,54 US-Dollar pro Rechnungsbearbeitung liegt.

Unternehmen haben zu wenig Einblick in den Datenfluss.
Unternehmen haben zu wenig Einblick in den Datenfluss.

Dazu ein paar Details: Die Analysten klassifizieren die Studienteilnehmer in "Best in Class"-Firmen - also die, die besonders erfolgreich abschneiden- Durchschnittsunternehmen und "Trödler". 29 Prozent der Klassenbesten arbeiten mit Electronic Invoice Presentment and Payment (EIPP). Damit liegen sie weit über dem Schnitt von sechs Prozent der Firmen. Unter den Trödlern setzen sogar nur vier Prozent EIPP ein. Etwas weniger drastisch ist die Diskrepanz beim elektronischen Rechnungsaustausch (EDI): 24 Prozent der "BiC"-Befragten nutzen entsprechende Lösungen, im Schnitt sind es 18 Prozent und bei den Nachzüglern 15 Prozent.

Kaum Einblick in den Datenfluss

Doch es geht nicht nur um die konkreten Zahlen. Die Unternehmen beklagen mangelnde Transparenz in verschiedenen Bereichen. Besonders drastisch ist das bei der Performance der Lieferanten: 75 Prozent aller Studienteilnehmer geben an, sie hätten keine oder nur beschränkte Sichtbarkeit.

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