Ovum-Studie

Enterprise Mobility bleibt 2015 Topthema für CIOs

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Aus Sicht der Marktforscher von Ovum wird das Thema Enterprise Mobility auch im kommenden Jahr weit oben auf der Prioritätenliste der CIOs stehen. Dabei führen sie fünf Haupttrends rund um die Konsumerisierung an.
Das Thema Enterprise Mobility gewinnt laut Ovum 2015 weiter an Bedeutung.
Das Thema Enterprise Mobility gewinnt laut Ovum 2015 weiter an Bedeutung.
Foto: Scanrail, Fotolia.com

Ovum geht in der Studie “2015TrendsTrends to Watch: Enterprise Mobility Report” davon aus, dass die Konsumerisierung, also die Auswirkungen von hauptsächlich für Privatanwender konzipierter Technologie auf das Business, den Enterprise-Mobility-Markt in den vergangenen Jahren angetrieben hat - und dies auch 2015 tun wird. Die Analysten sehen in diesem Zusammenhang fünf Haupttrends, die im kommenden Jahr den stärksten Einfluss auf Unternehmen haben werden - inwieweit diese auch für Deutschland gelten, ist allerdings dahingestellt: Alles zu IT Trends auf CIO.de

Ungleiches Kräfteverhältnis

Auch wenn die IT-Abteilung das Thema Konsumerisierung langsam in den Griff bekommt - das „Mobility-Ungleichgewicht“ zwischen Arbeitgebern und Angestellten hält laut Ovum an. So erwarten die Analysten etwa, dass die ByoD-Nutzung weiter ansteigt, selbst wenn die IT diese Betriebsform nicht im gleichen Maße unterstützt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Erhebung der Kollegen von Gartner – dieser zufolge gehen 38 Prozent der Unternehmen davon aus, bis 2016 die Bereitstellung von Endgeräten an Mitarbeiter komplett einzustellen!

ByoD und danach

Ovum prophezeit weiterhin, dass 2015 mehr Unternehmen über ByoD hinaus denken – die Unterscheidung soll in Richtung offiziell oder inoffiziell, verwaltet oder nicht verwaltet sein. Dabei erwarten die Analysten, dass die informelle ByoD-Nutzung (also die Verwendung nicht verwalteter und weitgehend unbekannter Geräte) allmählich durch einen stärker verwalteten Ansatz ersetzt wird. Auslöser dafür ist die Einführung von formaleren Support-Modellen für von Mitarbeitern gestellten Geräte und Anschlüsse in Großunternehmen, einhergehend mit der zunehmenden Reife von Device-Management-Lösungen. In einigen Firmen, insbesondere solchen mit hohen Anforderungen in punkto Sicherheit und DatenschutzDatenschutz, so schätzt Ovum, werde jedoch ein Ansatz mit Unternehmenshaftung beibehalten, möglicherweise zusammen mit einem formal verwalteten ByoD-Ansatz. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

EMM als Teil einer Workspace-Strategie

Außerdem geht Ovum davon aus, dass mehr Unternehmen Enterprise Mobility Management (EMM) in eine Workspace-Strategie integrieren. Dazu zählt unter anderem die Verwaltung aller Endpunkte und Anwendungen mit dem Ziel, den Mitarbeitern Zugriff zu den benötigten ToolsTools und Daten zu gewähren – unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden und welches Device sie gerade vor sich haben. „Es ist Zeit für die Unternehmen, bei ihren Mobility-Strategien proaktiver zu werden“, so der Kommentar von Richard Absalom, Senior Analyst Enterprise Mobility bei Ovum. Sie müssten Wege suchen, wie mobile Devices – im Firmen- oder Privatbesitz - und Apps mit anderen Endgeräten zusammenarbeiten können, um die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter zu transformieren. Alles zu Tools auf CIO.de

LOB-Manager machen Druck

Nachdem bislang die Mitarbeiter – Stichwort Consumerisation – weitgehend den EMM-Markt bestimmt haben, geht Ovum davon aus, dass jetzt die Manager aus den Geschäftsbereichen Druck auf die IT-Abteilung ausüben werden. Insbesondere Führungskräfte aus den Bereichen HR, Procurement und Produktion sollen dabei einen stärkeren Einfluss auf den Einsatz von mobilen Endgeräten geltend machen.

Mobility im Zentrum von Angeboten

Aus Sicht von Ovum-Analyst Absalom müssen Hersteller und Dienstleister im Mobility-Bereich ihr Angebot an Features und Services weiter ausweiten, um den steigenden Anforderungen zu entsprechen. Der Mobility-Spezialist empfiehlt ihnen dazu den Aufbau effektiver Partnerschaften. Diese seien insbesondere beim Support von großen multinationalen Konzernen nötig, da weltweit einheitliche Serviceleistungen erwartet und einfordert würden.

Aber auch im Mittelstand können sich Anbieter Ovum zufolge 2015 auf ein gestiegenes Interesse an Mobility-Lösungen einstellen. Hersteller und Dienstleister sollten sich darauf einlassen, da der KMU-Markt potenziell über einen längeren Zeitpunkt viel Nachfrage verspreche. Die Analysten weisen jedoch darauf hin, dass Dienstleister mit Schwierigkeiten rechnen sollten, da sie – wenn es um IT-Services gehe - vom Mittelstand nicht gerade als vertrauensvolle Partner gesehen würden.

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