Kollegen sind schlechte Berater

Entscheidungsprobleme frustrieren IT-Chefs

24. November 2005
Von Tanja Wolff
Britische IT-Leiter ärgern sich darüber, dass sie nicht fähig sind die richtigen Entscheidungen zu treffen. Schlecht beraten von Kollegen und Technikern verlieren sie häufig das Wohl des Unternehmens und der Abteilung aus den Augen, so eine Studie des Beratungsunternehmens Chartered Management Institut.

Die Untersuchung hat drei Punkte herausgearbeitet, die einen guten IT-Entscheider daran hindern sich richtig zu entscheiden:

1. Fehlende Unterstützung

40 Prozent der IT-Leiter haben in den vergangenen sechs Monaten Entscheidungen gegen ihr natürliches Urteilsvermögen getroffen. Der Grund: 20 Prozent handelten auf Druck von Kollegen. Weitere 15 Prozent gaben an, dass sie zu wenig Zeit für eine reifliche Überlegung hatten. Der Rest schob die Schuld auf die Bürokratie des Unternehmens und auf die fehlenden Ressourcen (13 Prozent).

2. Falsches Vertrauen

90 Prozent der Befragten sind mit ihrer Art Entscheidungen zu treffen zufrieden. Viele beraten sich schließlich vor wichtigen Projekten oder Einkäufen mit Leuten, die etwas von der Materie verstehen. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Manager bei ihren Entscheidungen lieber auf rationelle Analysen verlassen. Lediglich 21 Prozent verlassen sich auf ihr Gefühl.

3. Persönliches Profil

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer findet, dass die Erfahrung einen guten Entscheider ausmacht. Gefolgt von Objektivität und der Fähigkeit logisch zu Denken. Nur sieben Prozent meinen, dass Intuition eine wichtige Rolle spielt.