Internet-Sicherheit in Deutschland 2011

Erfolge gegen Spam-Zombies

28. September 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Web-Security hat sich deutlich verbessert, so ein Report vom eco-Verband. Allerdings: Die Smartphone-Sicherheit ist auf dem Stand der PC-Sicherheit von 1998.
Wer auch immer in der Welt auf Angriff gebürstet ist: Deutsche Unternehmen sind zunehmend bereit, solche Attacken abzuwehren.
Wer auch immer in der Welt auf Angriff gebürstet ist: Deutsche Unternehmen sind zunehmend bereit, solche Attacken abzuwehren.
Foto: Torsten Lorenz - Fotolia.com

"Das Internet in Deutschland ist sicherer geworden", schreibt der eco, der Branchenverband der deutschen Internetwirtschaft, in seinem Report Internet-Sicherheit 2011. So sei das Land etwa beim Ranking über den Ursprung von schädlichen Internet-Aktivitäten von einem wenig schmeichelhaften dritten auf Platz 7 abgerutscht. Bei Bot-Infektionen fiel Deutschland gar um sechs Plätze auf Rang 8. Und bei Spam-Bots büßte Deutschland gar seine Top Ten-Platzierung ein.

Was nach Abstieg klingt, ist tatsächlich ein Erfolg der Internet-Verbrechensbekämpfung, schreibt eco. Hierzulande seien bis Ende 2010 genau 60 Prozent aller sogenannter Spam-Zombies ausgeschaltet worden. Zum Vergleich: Weltweit sind drei Viertel aller bis Ende 2010 ausgeschalteten Zombie-Bestände bereits wieder aktiv.

Als Zombies bezeichnet man verseuchte, illegal in Botnetzen ferngesteuerte Rechner. Solche Zombies gelten als Hauptversandquelle von Spam, E-Mail-Viren, Denial-of-Service-Attacken und Phishing-Attacken.

Nach wie vor seien Botnetze aber eine der größten Bedrohungen des Cybercrime, heißt es im eco-Bericht. "Millionen von Computer weltweit werden unbemerkt von Cyberkriminellen gekapert und zu Netzwerken zusammengeschlossen, um Cyber-Spam zu verbreiten." Die Besitzer der Rechner würden in der Regel gar nicht bemerken, dass ihr Computer als Teil eines solchen Netzes für kriminelle Aktivitäten verwendet wird.