Achtsamkeit und Motivation

Erfolgstagebuch hilft bei Jobangst

13. August 2015
Christine Hofmann ist Speaker, Coach, Türöffnerin zwischen Business & Spiritualität und Autorin der Bücher: "Einen Moment bitte …" und "Geheimcode - Erfolgsspirale".
Ausgeglichenheit und ein sicherer Job - das ist für viele Menschen pure Utopie. Sie sind in der Angst gefangen, ihre Arbeit zu verlieren. Personalabbau und Umstrukturierungen im Unternehmen drohen täglich. Wer sich anpasst und gute Miene zum bösen Spiel macht, meint auf der sicheren Seite zu sein, doch der Schein trügt.

Wer sich täglich verstellt, komplett anpasst und in Selbstaufgabe übt, um seinem Arbeitgeber zu gefallen, gerät in einen tiefen inneren Konflikt. Die Auswirkungen sind nachweislich Frustration, Lustlosigkeit, Ärger, negative Emotionen, Abfall der Leistungsfähigkeit, Krankheit und führen zum Gegenteil von dem, was man nach außen darstellen wollte. Auf längere Zeit kostet die nicht gelebte Authentizität Kraft, Energie und vielleicht dann doch den Arbeitsplatz.

Doch was braucht es generell, um erfolgreich zu sein? Weltbekannte Erfolgsautoren haben unzählige Bücher darüber geschrieben. Die Quintessenz ist einfach:

Denken und fühlen Sie positiv, bewusst und unbewusst, denn das, was Sie damit kreieren, erleben Sie später in Ihrem Alltag wieder. Erkennen Sie, was Sie wirklich wollen, fassen Sie einen Plan und handeln Sie danach. Positive Gedanken und Gefühle führen zu positiven Handlungen und damit zu positiven Resultaten. Ein Erfolgsgesetz mit ewiger Gültigkeit.

Dauerstress und Fehler

Ebenso gilt das Umkehrgesetz: Negative Gedanken ziehen Negatives an. Wer täglich mit einer inneren Angst zur Arbeit geht, befindet sich nachweislich im Dauerstress, ist dadurch unkonzentrierter und beginnt, Fehler zu machen. Erst einen Fehler, dann zwei, dann mehr. Die Folge ist: StressStress und Angst nehmen zu, und die negative Erfolgsspirale startet, was nicht selten in einer Kündigung endet. Alles zu Stress auf CIO.de

Treten Sie raus aus dem negativen Feld. Führen Sie ein Erfolgstagebuch. Das ist eine einfache, effektive und nachhaltige Methode, sich selbst positiv aufzubauen, um im Alltag stärker zu agieren, statt nur zu reagieren. Ein Erfolgstagebuch ermöglicht es, in einem positiven Gedankenfluss zu treiben und sich auf das gewünschte Ziel zu fokussieren. Positive Gedanken und Gefühle führen zu positiven Handlungen und damit zu positiven Resultaten.

So führen Sie ein Erfolgstagebuch:

1) Kaufen Sie sich ein schönes Notizbuch …

das Sie gerne zur Hand nehmen. Schreiben Sie täglich in dieses Buches und beachten sie folgende wichtige Regel: Formulieren Sie immer positiv und immer in der Gegenwartsform! Ansonsten ist alles möglich und erlaubt, sofern es sich gut anfühlt. Schreiben Sie in einer oder mehrerer der folgenden Rubriken in Ihr Buch:

2) Persönliche Erfolge

Schreiben Sie hier über Ihre kleinen und großen persönlichen Erfolge, die Sie erlebt haben. Machen Sie sich damit bewusst, was Sie alles können und geschafft haben (auch Kleinigkeiten). Lesen Sie diesen Bereich insbesondere dann durch, wenn es Ihnen einmal nicht so gut geht.

3) Dankbarkeit

Notieren Sie hier alles, für das Sie dankbar sind.

Ich bin dankbar für ...

... meinen Arbeitsplatz

... meine netten Kollegen und Kunden.

... für jede positive Minute, die ich bei der Arbeit erlebe.

4) Traumalltag

Erlauben Sie sich zu träumen, beschreiben Sie in der Gegenwartsform Ihren Traumalltag. Wie starten Sie in den Tag? Wie sieht Ihr Traumjob genau aus? Was erleben Sie? Wie, wo und mit wem arbeiten Sie? Wie viel verdienen Sie? Was ist sonst noch möglich? Sollte ein gedanklicher, emotionaler Widerstand auftauchen, dann beginnen Sie mit den Worten: Wäre es nicht schön, wenn …

5) 100 Ziele

Was möchten Sie noch alles erleben, haben oder sein? Hier können 100 und mehr private und berufliche Ziele stehen. Lesen Sie diese Punkte immer wieder durch. Freuen Sie sich auf den Tag, wo Sie die ersten Ziele als erledigt abhacken können, der Tag wird kommen, versprochen.

6) Ermächtigende Fragen

Nutzen Sie offene Fragen, denn sie führen Sie unbewusst zum Ziel.

Aus Ihren aktuellen Herausforderungen (A), bilden Sie Fragen (B) für die Sie eine Lösung wollen, wie etwa:

A: Ich habe Angst meinen Arbeitsplatz zu verlieren:
B: Warum habe ich einen sicheren Arbeitsplatz? Wie kann es jetzt noch besser werden?

A: Ich habe Angst Fehler zu machen.
B: Warum bin ich ruhig, gelassen und konzentriert?

A: Ich muss mich täglich verstellen, um anerkannt zu werden.
B: Warum kann ich in meinem Beruf authentisch erfolgreich sein?

A: Meine Arbeit macht mir keinen Spaß.
B: Warum habe ich jetzt, den Arbeitsplatz, der mich glücklich macht?

Streichen Sie nach der Formulierung der Frage den Punkt A durch. Damit sich Herausforderung auch unterbewusst auflösen können, ist es wichtig, das Negative zu betrachten und anzunehmen. Achten Sie verstärkt auf kommende Impulse, Ideen und Ereignisse.

Starten Sie heute!

Wie wäre es, wenn Sie gleich heute damit starten? Falls Sie noch kein Notizbuch zur Hand haben, reicht auch ein einfacher Zettel und Stift.

Zu verrückt? Was haben Sie zu verlieren, wenn Sie es tun? Was könnten Sie gewinnen? Vielleicht führt Sie dieser Weg zu einem neuen beruflichen Höhepunkt.

Christine Hofmann wird ihren Vortrag "Von der Ohnmacht zur Macht - vom Reagieren zum Agieren" auf dem Feminess Kongress am 14. November 2015 in Stuttgart präsentieren.

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Thema: Stress

Kommentare zum Artikel

Leonie Walter

Opferhaltung bringt nichts: Da, wo man nur aus dem Schmerz heraus agiert, kann man (in den allermeisten Fällen) nichts gewinnen - oder womöglich in diesem Fall sogar den Job verlieren. Der Fokus muss sich verändern! Da sind die Tipps von Christine Hofmann sehr wertvoll, um in die eigene Stärke zu gelangen.

Marianne Pfefferkorn

Achtsamkeit - das ist ein Thema, mit dem man sich nicht genug beschäftigen kann. Christine Hofmann spricht mir aus der Seele, denn mit ihrem Fokus auf die Arbeitswelt legt sie den Finger gekonnt in eine Wunde und bietet im nächsten Schritt Lösungsmöglichkeiten an. Zu tun, was man liebt und zu lieben, was man tut - was kann es Besseres geben? Die sog. "Work-Life-Balance" - m.E. ein absolutes Unwort - wird zur "Life-Balance". Und das Erfolgstagebuch hat mir persönlich schon sehr geholfen. Ich führe es allerdings als reines "Dankbarkeitsbuch", in dem natürlich auch Erfolge "gefeiert" werden.
Danke, Christine Hofmann, für diesen wunderbaren, hilfreichen Artikel!

ReneSchmoel

Danke für den Hinweis. Der Fehler ist korrigiert.

Joachim Stephan

Ich hoffe doch, die Ziele werden abgehakt und nicht abgehackt.

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