VDE-Studie zu Fachkräftemangel

Ernste Probleme ab 2020

25. Oktober 2010
Von Nicolas Zeitler
Der Mangel an Elektroingenieuren könnte in zehn Jahren sprunghaft steigen. Davor warnt der VDE in einer Studie. IT-Innovationen in Deutschland seien gefährdet.

Vor einem Mangel an Fachkräften für IT und Ingenieurberufe warnen verschiedene Institutionen seit langem immer wieder. Nun präsentiert der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE) in einer Studie neue Zahlen, die die Lage verdeutlichen: Spätestens in zehn Jahren werden Unternehmen in Deutschland ernsthafte Probleme kriegen, freie Ingenieursstellen zu besetzen.

Die Berufsaussichten für Elektroingenieure sind gut. Vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind sie gesucht.
Die Berufsaussichten für Elektroingenieure sind gut. Vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind sie gesucht.
Foto: VDE

Der VDE hat in seiner Studie "Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektrotechnik/Informationstechnik - Trends, Studium und Beruf" Ergebnisse eigener Untersuchungen der letzten Zeit und Zahlen von Einrichtungen wie der Agentur für Arbeit zu einem umfassenden Bild des Elektroingenieur-Arbeitsmarkts zusammengestellt. Sie zeigen: Während der Bedarf an Fachkräften größer wird, gelingt es immer weniger, ihn zu decken.

Wie viele Ingenieure jährlich gebraucht werden, hängt jeweils von zwei Entwicklungen ab. Zum einen nennt der VDE den Ersatzbedarf für Mitarbeiter, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Abhängig ist der Bedarf außerdem von Wirtschaftswachstum oder Veränderungen auf dem Markt.

Gerade diese zweite Komponente spielt aus Sicht der Studienautoren eine wichtige Rolle. Vor allem in innovationsstarken Branchen würden künftig noch mehr Ingenieure gebraucht als heute. Schon in den vergangenen 20 Jahren habe man einen stets wachsenden Bedarf registriert.