Unflexible CIOs

ERP-Anwender bleiben ihrem Anbieter treu

18. März 2008
Von Alexander Galdy
Käufer von Business-Software tendieren dazu, bei dem einmal gewählten Anbieter von Enterprise Resource Planning (ERP) zu bleiben. Das ist auch dann der Fall, wenn hohe Kosten nach der Implementierung drohen. Dies ergab eine Studie des Marktforschers IDC.

83 Prozent der befragten Unternehmen würden wieder beim selben Anbieter kaufen, auch wenn sie durch ein möglicherweise unflexibles System hohe Anpassungskosten nach der Erst-Implementierung riskieren. Dabei rechnet die Hälfte der Befragten damit, dass sie jedes Jahr mit bedeutenden Veränderungen in der Firma konfrontiert werden.

Bei Investitionen in neue Business-Software geht es den Unternehmen vor allem um Kostenersparnis und nicht so sehr um Agilität.
Bei Investitionen in neue Business-Software geht es den Unternehmen vor allem um Kostenersparnis und nicht so sehr um Agilität.

Entwicklungen dieser Art erfordern aber oft Anpassungen des ERP-Systems, was sich bei fast allen heutzutage gängigen ERP-Lösungen als ein langwieriger und kostenintensiver Prozess darstellt. Die häufigsten Gründe für Systemanpassungen sind laut Studie Fusionen und Akquisitionen (35 Prozent), neue Geschäftsstrategien (31 Prozent), Reorganisation und Restrukturierung (27 Prozent) und neue Kundenbedürfnisse (26 Prozent).

Kosten wichtiger als Agilität

Zu den wichtigsten Gründen für die Investition in eine neue Finanz-Software gehören Kostenersparnis (28 Prozent), gefolgt von der einfachen Installation und Konfiguration (14 Prozent) und der Geschwindigkeit (14 Prozent). Agilität in der Post-Implementierung steht bei den Befragten an vierter Stelle (zwölf Prozent).

Unternehmen sollten sich den versteckten Kosten ihres ERP-Systems stellen, raten die Analysten von IDC. Nutzer sollten sich weiter fragen, ob sie bei ihrem bisherigen Anbieter bleiben wollen.