Studie: Erfolgsfaktoren für ERP-Betrieb

ERP-Kosten um 17 Prozent senken

11. November 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unternehmen können ihre Betriebskosten mit Enterprise Resource Planning (ERP) um fast ein Fünftel senken. Erfolgsfaktoren sind standardisierte Prozesse für die Implementierung und die Zusammenarbeit von IT und Fachabteilungen. Das geht aus einer Studie von Aberdeen hervor.

ERP und Mittelstand - der US-Marktforscher Aberdeen wollte wissen, inwieweit da eine Lücke klafft. Die Analysten haben sich angesehen, wie Firmen mit einem Jahresumsatz zwischen 50 Millionen und einer Milliarde US-Dollar Enterprise Resource Planning (ERPERP) einsetzen. Das Ergebnis ist laut der Studie "ERP in the midmarket 2009" uneinheitlich: 28 Prozent der Mittelständler arbeiten mit dem neuesten Release. Auf der anderen Seite sind 14 Prozent immer noch dabei, überhaupt ein ERP-System zu implementieren. Eine relative Mehrheit von 31 Prozent hängt der Entwicklung einen Release hinterher, bei 26 Prozent sind es zwei oder mehr Versionen. Alles zu ERP auf CIO.de

Mittelständler untereinander geben also ein sehr heterogenes Bild ab. Entsprechend unterschiedlich sind denn auch die Resultate, die die Unternehmen mit ihrer ERP-Software erzielen. Aberdeen weist den Studienteilnehmern drei Kategorien zu: Besonders erfolgreiche Firmen ("Best in Class"/BiC), Durchschnitt ("Average") und Schlusslichter ("Laggards"). Dabei senkten die BiCs Betriebs- und Verwaltungskosten um jeweils 17 Prozent. Die Teilnehmer im Mittelfeld verbuchten Reduktionen um sieben (Betriebskosten) beziehungsweise sechs Prozent (Verwaltungskosten).

Die Schlusslichter dagegen zahlten um zwei (Betriebskosten) beziehungsweise drei Prozent (Verwaltungskosten) drauf. Diese Zahlen basieren auf einem Zweijahresvergleich.

Darüber hinaus reduzierten die Klassenbesten ihren Personalbedarf um dreizehn Mitarbeiter. Die Firmen im Mittelfeld kamen mit drei Mitarbeitern weniger aus, während die Laggards einen Mitarbeiter mehr brauchten.

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