Standardisierte Prozesse erhöhen Marktchancen

ERP und CRM setzen sich im US-Mittelstand durch

16. März 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Bei mittelständischen Unternehmen in den USA etablieren sich zunehmend ERP-Anwendungen und Systeme für die Kundenbindung. Dabei setzen die meisten Firmen auf integrierte Suiten statt auf Best-of-Breed-Lösungen. Vor allem der kleinere Mittelstand hat aber noch Nachholbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der US-Marktforscher von AMI-Partners.
Größere US-Mittelständler setzen inzwischen verstärkt auf integrierte ERP- und CRM-Systeme.
Größere US-Mittelständler setzen inzwischen verstärkt auf integrierte ERP- und CRM-Systeme.

Mittelständische Unternehmen in den USA haben erkannt, dass sie im internationalen Wettbewerb ihre Position deutlich stärken können, wenn sie Geschäftsprozesse beschleunigen sowie automatisieren, um dadurch ihre Produktivität zu erhöhen. Vor allem größere mittelständische Firmen wollen deshalb innerhalb der nächsten zwölf Monate entweder ein ERP- oder ein CRM-System einführen.

Trend geht zu integrierten Suiten

Mehr als ein Drittel der US-Mittelständler nutzt eigenen Angaben zufolge bereits integrierte Software-Lösungen für die Unternehmenssteuerung sowie das Lieferketten-Management (ERPERP/SCM). Rund 40 Prozent der Befragten haben eine Lösung für das Kundenbindungs-Management im Einsatz. Jeweils etwa 25 Prozent der größeren Mittelständler planen zudem, innerhalb der nächsten zwölf Monate entweder in eine neue ERP-Software oder eine CRM-Lösung zu investieren. Alles zu ERP auf CIO.de

Dabei machten die Marktforscher einen Trend hin zu integrierten Software-Suiten aus. So benutzen beispielsweise 75 Prozent der Befragten für die Finanzbuchhaltung ein Modul, das integraler Bestandteil einer größeren Lösung ist. Aufgeteilt nach Branchen wollen vor allem Fertiger, Großhändler und Dienstleister in neue ERP-Software investieren, während bei der Anschaffung von CRM-Software der Dienstleistungs-Sektor andere Branchen überflügelt.

Kleiner Mittelstand hinkt hinterher

Der von den Marktforschern bei größeren Mittelständlern ermittelte positive Trend, in neue ERP- oder CRM-Lösungen zu investieren, setzt sich bei den kleineren Unternehmen (zwischen ein und 99 Mitarbeitern) nicht fort. Diese verhalten sich in Bezug auf neue Technologien derzeit eher noch abwartend.

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