Weihnachtszeit, Wanzenzeit

Erst beschenkt, dann abgehört

13. Dezember 2013
Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Früher schickte Oma Panzerknacker ihren Jungs Torten mit Feilen oder Bomben in den Knast. Heute lassen sich Unternehmen - gerade in der Vorweihnachtszeit - gegenseitig kleine Aufmerksamkeit zukommen. Diese sind zwar nicht explosiv, aber mindestens genauso hinterhältig ...

Ob es nun Kugelschreiber, Ventilatoren oder Wanduhren sind - kleine Geschenke erhalten jede Freund- und Partnerschaft, so auch im Unternehmensumfeld. Wer denkt nicht gerne an seine Kunden, Konkurrenten oder Mitarbeiter, wenn es auf die besinnlichen Tage zugeht? Sind erst einmal alle Compliance- und Steuer-Fragen geklärt, steht dem gegenseitigen Beschenken nichts mehr im Wege. Aber Obacht! Nicht immer steckt die pure Freundlichkeit dahinter. Was da teilweise alles verbaut wird, lässt jeden NSA-Agenten mit den Ohren schlackern.

Wir haben Gernot Zehner, Experte für Lauschabwehr und Abhörschutz bei der Ultima Ratio GmbH aus Hanau, in die Redaktion eingeladen, um uns einige Wanzen vorführen und erklären zu lassen. Also, in Zukunft vielleicht etwas genauer hinschauen, wenn wieder einmal ein eher ungewöhnliches Geschenk von der Konkurrenz in der Post liegt.

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