Cloud Computing


CIOs wollen Kosten senken

Erwartungen und Probleme bei der Cloud

27. Oktober 2014
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
IDC-Analysten haben untersucht, welche Herausforderungen CIOs bei der Einführung einer Hybrid-Cloud sehen. Kosten senken spielt eine immer größere Rolle.

Schöne Begrifflichkeiten von der IT als Business Enabler und Partner der Unternehmensspitze scheinen in puncto Cloud ComputingCloud Computing nicht zu greifen. Wichtigster Grund für die Einführung der Cloud ist eben doch das Senken von Kosten. Das geht aus der Studie "Hybrid Cloud in Deutschland 2014" hervor, für die der Marktforscher IDC IT-Chefs aus rund 200 Unternehmen befragt hat. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Zunächst hat IDC den Status Quo erfragt. Demnach nutzt gut jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) Cloud Services, weitere 18 Prozent führen sie im Moment ein. Andererseits schließen zusammengenommen 19 Prozent Cloud-Nutzung aus oder haben sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt.

Im weiteren Verlauf der Studie fasst IDC alle Unternehmen, die die Cloud bereits nutzen, einführen oder erst planen, zusammen. Von diesen setzen zwei Drittel (66 Prozent) auf die Private Cloud. 35 Prozent wollen hosten.

Wünsche und Probleme bei der Hybrid Cloud

IDC interessiert sich besonders für Hybrid Clouds. Darunter verstehen die Marktforscher die Verknüpfung der unternehmenseigenen, herkömmlichen IT-Umgebung mit Private, Hosted oder Public Cloud Services. Hauptmotiv für das Einführen einer Hybrid Cloud ist eben Kostenreduktion (51 Prozent der Nennungen). Dass Geschäftsprozesse beschleunigt oder flexibilisiert werden, geben weitere 40 Prozent an.

Als wichtigste Anforderung an ihre Arbeit generell nennen die Befragten zunächst einmal die IT-Sicherheit (62 Prozent). Gleich danach folgt das Senken von Kosten. Dieser Punkt erreicht jetzt 48 Prozent der Nennungen - in der Vorjahresstudie waren es mit 38 Prozent deutlich weniger. IDC spricht denn auch vom "zunehmenden Druck auf die IT-Budgets".

Nicht nur billiger, auch schneller soll es gehen, wie ein Blick auf die weitere Liste zeigt. 37 Prozent nennen kürzere Reaktionszeiten auf neue Anforderungen des Managements - auch dieses Thema ist um zehn Prozentpunkte gestiegen.

Die größten Schwierigkeiten

Darüber hinaus wollte IDC wissen, welche Herausforderungen die Unternehmen bei Aufbau und Management hybrider Clouds auf sich zukommen sehen. Bei dieser Frage wurden nicht nur die internen Herausforderungen abgefragt, sondern auch die externen Schwierigkeiten.

Größte interne Knackpunkte sind für die IT-Chefs das Anpassen der Geschäftsprozesse (36 Prozent) und die steigende Komplexität der IT-Umgebungen (35 Prozent) sowie die aufwändige Integration der hauseigenen IT-Umgebung an die Cloud-Services (32 Prozent). Als die wichtigsten externen Herausforderungen nennen die IT-Chefs mit weitem Abstand Sicherheit (65 Prozent) vor Compliance (41 Prozent).

Daten sollen in Deutschland gespeichert werden

Bei der Wahl eines externen Cloud-Providers legen die Befragten vor allem darauf wert, dass die Daten in Deutschland gespeichert werden (50 Prozent) und die Verträge nach deutschem Recht geschlossen werden (48 Prozent). Weitere 44 Prozent nennen außerdem die End-to-End-Datenverschlüsselung.

Passend zum Thema: Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

Software Defined Infrastructure (SDI) hilft Ihnen IT-Ressourcen kosteneffizienter und flexibler zu nutzen.
Weitere Vorteile und eine Roadmap zur SDI laut IDC erfahren Sie in dieser Studie.

Download

Als Brücke zwischen interner (physischer und virtualisierter) IT-Umgebung und externen Hosted oder Public Cloud Services sieht IDC ein Software-definiertes Datencenter (SDDC). Darin bündeln und automatisieren gekoppelte Software-Komponenten das Rechenzentrums-Provisioning. Dreizehn Prozent der Studienteilnehmer haben bereits angefangen, dieses Prinzip umzusetzen, weitere 23 Prozent planen dies für die kommenden ein bis zwei Jahre.

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