CIOs und ihre IT-Infrastrukturen

Es fehlt am Durchblick

17. September 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Zu den zentralen Aufgaben von CIOs gehört es, mithilfe der IT betriebswirtschaftliche Prozesse effizienter zu gestalten. Das setzt voraus, dass IT-Verantwortliche genau wissen, wie die IT das Geschäft unterstützen kann. Daran hapert es aber. Laut einer Umfrage von EMC fehlt mehr als der Hälfte der CIOs in Europa der Durchblick was die Beziehungen zwischen den IT-Infrastrukturen und Geschäftsanwendungen angeht.

Mehr als die Hälfte der IT-Verantwortlichen in Europa haben keinen verlässlichen, aktuellen Einblick in ihre IT-Infrastrukturen, was sie daran hindert, effektive IT-Service-Management-Strategien umzusetzen. Daraus resultieren Probleme, die Beziehungen zwischen der Infrastruktur und den darauf laufenden Anwendungen zu verstehen. Zudem werden Ursachen für Störungen, wie etwa Ausfallzeiten, meist manuell und damit wenig effizient gesucht und analysiert. Das verzögert deren Behebung, so dass die IT-Abteilung mit den Fachabteilungen vereinbarte Service Level nicht einhalten kann.

Keine integrierte Dashboard-Übersicht

Mehr als zwei Drittel der Befragten haben kein Dashboard, um Netzwerke, Systeme, Anwendungen sowie Service- und Desktop-Status auf einen Blick zu sehen.
Mehr als zwei Drittel der Befragten haben kein Dashboard, um Netzwerke, Systeme, Anwendungen sowie Service- und Desktop-Status auf einen Blick zu sehen.

78 Prozent der Befragten haben keine integrierte Dashboard-Übersicht über ihre IT-Infrastruktur und 31 Prozent gaben an, bei auftretenden Störungen deren Ursache manuell zu diagnostizieren und zu analysieren. Damit allerdings fehlt den IT-Abteilungen eine wichtige Möglichkeit, Probleme anhand ihrer Bedeutung für einzelne Geschäftsprozesse zu priorisieren und rasch zu lösen.

Trotzdem sind mehr als ein Drittel der Befragten der Auffassung, ein proaktives IT-System-Management zu betreiben, etwa was Trend-Analysen, die Vorhersage von Problemen, Verfügbarkeitsprüfungen von Anwendungen sowie Konfigurationsprozesse angeht.

Störungen rasch beheben, SLAs einhalten

Ein ungenügender Überblick über die IT-Infrastruktur birgt diverse Risiken. Speziell bei Konsolidierungs- oder Migrations-Projekten in Rechenzentren sind Unternehmen gezwungen, eine manuelle Bestandsaufnahme ihrer Informationsinfrastruktur vorzunehmen, was unproduktiv, zeitintensiv und wenig verlässlich ist.

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