Das Ende der SIM-Card

eSim: Vorteile, Nachteile, Sicherheit, Kompatibilität

22. März 2016
Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Der Wechsel zur eSIM bedeutet das Ende der herkömmlichen SIM-Card, wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Eine herkömmliche SIM-Karte steckt aktuell noch in jedem Smartphone und ist an einen Betreiber wie T-Mobile, VodafoneVodafone oder O2 gebunden. Der Besitzer kann sie aber auswechseln und gegen eine an einen andere Provider gebundene Karte austauschen. Die sechs mal fünf Millimeter große eSIM oder auch Embedded SIM ist dagegen in dem Mobilgerät fest verbaut. Top-500-Firmenprofil für Vodafone

eSIM ist ein weltweit anerkannter Standard, den Gerätehersteller und Telekommunikationsunternehmen unter dem Dach des Mobilfunkverband GSMA vereinbart haben. Eine individuelle Identifizierungsnummer, die IMEI, ist vorgegeben, alle weiteren benötigten Daten lädt der Nutzer als Profil von einem Server des Providers und speichert sie auf der eSIM. Über dieses Profil erfolgt dann auch die Abrechnung der Dienste.

Wichtig ist die eSIM aber nicht nur für SmartphonesSmartphones und TabletsTablets, denn auch Autos und Maschinen sind immer öfter ebenfalls mit Mobilfunktechnologie ausgerüstet. Auch ohne örtlichen Zugriff kann man Daten aktualisieren, beispielsweise, um nach einem Auto-Verkauf die integrierte Karte mit Daten des neuen Benutzers zu überschreiben. Lösungen für die Verwaltung von eSIM und die Karten selbst gibt es etwa von Giesecke und Devrient. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Der Unterschied zur Apple SIM

In einigen Ländern verkauft Apple das iPad Air 2, iPad Mini 3 und iPad Mini 4 mit einer so genannten Apple SIM. Diese SIM-Karte ist zwar eine programmierbare SIM-Karte, sieht aber äußerlich wie eine herkömmliche SIM-Karte aus. Nach dem Kauf ist sie keinem Provider zugeordnet. Über die Systemeinstellungen kann man unter mehreren Mobilfunkanbietern auswählen.

Die Vodafone-eSIM kommt als Kärtchen mit einem Download-Code.
Die Vodafone-eSIM kommt als Kärtchen mit einem Download-Code.
Foto: Vodafone

Kauft man das iPad über einen Provider, erhält man das iPad dagegen mit einer Karte des Anbieters. Allerdings ist nach einer Aktivierung der Apple SIM der Wechsel eines Providers nicht ohne Weiteres möglich. So kann man offenbar eine für AT&T aktivierte Apple SIM nur noch mit diesem Provider verwenden - und muss beim Providerwechsel für fünf Euro eine neue SIM kaufen.