Wachstum bei Software

EU-Erweiterung birgt Chancen für die IT

09. März 2004
Von Patrick Goltzsch
Der EU-Beitritt wird das Wachstum des IT-Marktes in den osteuropäischen Ländern beschleunigen. In den kommenden vier Jahren werde der IT-Markt dort dreimal so schnell wachsen wie in Westeuropa, so die Beratungsfirma Gartner.

Derzeit macht der osteuropäische IT-Markt weniger als acht Prozent aus. Er wird jedoch durch den Einfluss der Europäischen Union auf einen Anteil von zehn Prozent am IT-Markt der EU wachsen. "Die IT-Märkte in den EU-Beitrittsländern werden hauptsächlich durch den positiven Einfluss des Kapitalstroms aus der EU wachsen", sagt Gartner-Analyst Andrea Di Maio.

Der technologische Stand in den einzelnen Ländern unterscheidet sich zum Teil deutlich. Während Estland und Slowenien sich bereits auf dem Level von EU-Ländern bewegen, müssen andere, wie Polen oder Ungarn, noch aufholen.

Für Wachstum werden die Länder, Gartner zufolge, vor allem im Bereich der Software sorgen. Dazu tragen einerseits die Anforderungen der EU an die Buchhaltung der Unternehmen bei. Zum anderen werden Unternehmen, die bereits ERP-Software einsetzen, ihre Plattformen um CRM-Software erweitern wollen.

Eine mögliche Gefahr für die positive Entwicklung in den Beitrittsländern stellt die Abwanderung der gut ausgebildeten Fachkräfte dar. Allerdings könnten die entsprechenden gesetzlichen Hürden in Westeuropa hier gegenwirken.

Durch den Beitritt eröffnen sich insbesondere für Software-Anbieter Chancen. Dabei sei jedoch zu beachten, dass die multinationalen Konzerne durch ihre Niederlassungen bereits vor Ort vertreten sind. Daher sollten Anbieter sich auf jene Nischen konzentrieren, in denen sie am besten im Wettbewerb bestehen können, so Gartner.

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